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18.02.2014

09:24 Uhr

Toyota Verso 1.6 D-4D im Fahrbericht

Weißwurst mit Wasabi

Quelle:Spotpress

Manchmal schmecken ja ungewöhnliche Kompositionen. Jetzt soll auch bayrische Weißwurst mit japanischem Wasabi munden: Toyota lässt künftig den Kompakt-Van Verso auch mit einem BMW-Motor antreiben.

Fahrbericht: Toyota Verso 1.6 D-4D  - Weißwurst mit Wasabi Toyota

Toyota Verso 1.6 D-4D

Nach nur einem knappen Jahr frischt Toyota seinen 2009 vorgestellten und 2013 überarbeiteten Kompaktvan Verso erneut auf. Drehte sich vor zwölf Monaten fast alles um die Optik, steht diesmal ein aus der Kooperation mit BMW stammendes Dieselaggregat im Mittelpunkt. Das 1,6-Liter-Aggregat mit 82 kW/112 PS ersetzt den bislang angebotenen 2,0-Liter mit 91 kW/124 PS und ist ab Mitte März erhältlich.

Preislich bleibt alles beim Alten. Mindestens 23.550 Euro rufen die Japaner für den Einstiegsselbstzünder auf. Zum Trost für die Preisstabilität trotz des reduzierten PS-Angebots gibt es noch einige Extras: Ein Reifenluftdruckkontroll-System gehört nun zum Serienumfang. Das Multimedia-System wurde überarbeitet sowie das Interieur leicht aufgefrischt, außerdem sind neue Außenfarben und Felgen im Programm.

Eine Kooperation zwischen Toyota und BMW hinsichtlich Technik- und Motorenaustausch macht es möglich: Das neue 1,6-Liter große Triebwerk – es kommt unter anderem im 1er und Mini zum Einsatz - liefern die Münchner zu, im Gegenzug helfen die Japaner mit Tipps zur Hybridtechnik weiter. Toyota kann also auf eine teure Eigenentwicklung verzichten, ist doch der Dieselabsatzmarkt für Pkw auf Europa beschränkt, für einen weltweitagierenden Hersteller wie Toyota sind die Selbstzünder also eher ein Nischengeschäft.

Die Zeiten, da nichts über Hubraum ging – es sei denn noch mehr Hubraum – sind weitgehend vorbei. Kleine Motoren sind sowohl bei Benzinern als auch Dieseln gefragt. Das Downsizing beim Hubraum soll vor allem beim Verbrauch durchschlagen. Das neue, D-4D genannte Triebwerk (Direkteinspritzung 4-Takt-Diesel) ist 20 Kilogramm leichter und verbraucht mit durchschnittlich 4,5 Litern (CO2-Ausstoß: 119 g/km) fast einen halben Liter weniger als sein Vorgänger.

Möglich wurde die Verbrauchsreduzierung auch durch den Einsatz einer Start-Stopp-Automatik, zum ersten Mal verrichtet nun ein solches System seinen Dienst im Verso. Die künftige Abgasnorm Euro 6 erreicht das Triebwerk noch nicht. Vermutlich wird diese mit dem nächsten Modellwechsel 2015 oder -16 umgesetzt. Für den Einsatz im Kompaktvan wurde das Triebwerk modifiziert – sozusagen ein Klecks Wasabi zur Weißwurst gefügt - und an das Toyota eigene Sechsgang-Getriebe angepasst. Eine Automatik ist jedoch nicht erhältlich.

Und wie fährt sich nun ein Familienvan mit 112 PS? Gar nicht übel, vorausgesetzt man ist sich bewusst, dass der Motor nicht zu schnellen Hetzfahrten taugt. So gelingt der Standardspurt in 12,7 Sekunden, bei Tempo 185 endet der Beschleunigungsdrang. Sein maximales Drehmoment von 270 Nm ist auch nicht überwältigend, immerhin ist es den Ingenieuren gelungen, die gleichmäßige Kraftentfaltung zwischen 1.750 und bis über 3.000 Umdrehungen aufrechtzuerhalten.

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