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08.01.2018

12:59 Uhr

Umfrage zum autonomen Fahren

In Zukunft ein Schlaf-, und Imbiss-Wagen

Quelle:Spotpress

Rund die Hälfte der deutsche Autofahrer hat noch kein Fahrassistenzsystem im Auto. Sie hätten aber gern mehr. Und wenn es richtig autonom wird, gibt es klare Vorstellungen, was sie mit der gewonnen Freiheit tun wollen.

Umfrage zum autonomen Fahren - Das Auto wird zum Schlafwagen Audi

Glaube an Autopiloten

Die Mehrheit deutscher Autofahrer rechnet damit, dass sich in den kommenden zehn Jahren die autonome Technik durchsetzt

Der deutsche Autofahrer ist bereit, sein Lenkrad aus der Hand zu geben. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Allianz-Versicherung zeigt, dass 60 bis 70 Prozent der Deutschen den Assistenzsystemen wie automatische Notbremse, Abstandsregel-Tempomat oder Spurhalteassistent vertrauen. Beim Parkassistenten sind es sogar rund 80 Prozent.

Gerade die letzte Zahl zeigt, wie stark der Faktor Gewöhnung für die Akzeptanz der Technik ist. Denn in den Fahrzeugen von einem Drittel der Befragten ist ein Parkassistent bereits eingebaut. Das zweithäufigste Assistenzsystem, der Notbremsassistent, kommt aber gerade einmal in 16 Prozent der Autos zum Einsatz. Mehr als die Hälfte der Deutschen haben sogar noch überhaupt keinen Fahrassistenten in ihrem Auto.

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Unter ABS oder ESP können sich die meisten Autofahrer noch etwas vorstellen. Aktuelle Autos haben aber auch AEB. ACC und LDW sind ebenfalls oft an Bord. Eine Übersicht der gängigsten Assistenzsysteme.

Dennoch würden die meisten Befragten dem höchsten Ausbaustand dieser Technik sogar seelenruhig ihr Leben anvertrauen. 62 Prozent wünschen sich auf Langstreckenfahrten ein voll autonom fahrendes Auto. Und wenn sie so Fahrzeug hätten, würde mehr als die Hälfte der Befragten die gewonnene Zeit an Bord zum Entspannen, aus dem Fenster schauen oder schlafen nutzen. Mediennutzung und Essen folgen in der Beliebtheit. Immerhin 40 Prozent der voll autonom Fahrenden würden die gewonnene Zeit zum Arbeiten nutzen.

Die Mehrheit rechnet damit, dass sich in den kommenden zehn Jahren die  autonome Technik auf deutschen Straßen durchsetzt. Rund ein Drittel der Befragten steht der Technik aber noch skeptisch bis ablehnend gegenüber - meist aus Angst, dass die Autos Fehler machen und der Fahrer nicht mehr eingreifen kann.

Joachim Müller, Vorstandsvorsitzender der Allianz-Versicherung, mahnt denn auch eine klare Regelung an, wer im Zweifel für solche Unfälle haftet: „Wir werden beim Kunden keine Akzeptanz für hochautomatisiert fahrende Fahrzeuge erhalten, wenn ein Unfallopfer seine Ansprüche bei einem Technikversagen direkt beim Hersteller durchsetzen muss.“

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Kommentare (2)

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Herr Matthias Moser

10.01.2018, 16:56 Uhr

Wenn die 60-70% wüssten, auf was sie sich da einlassen...
Die Zeit von A nach B mit einem autonomen Auto, was sich stoisch an die Regeln hält, alle Sicherheiten extensiv beachtet etc... braucht mindestens 50% mehr Zeit.

Herr Horst Kettler

11.01.2018, 10:43 Uhr

@ Herr Moser
Mit welchem autonomen Fahrzeug haben Sie diese Messwerte ermittelt?
Ich brauche für bestimmte Strecken heute auch rund 50% mehr Zeit als noch vor 10 Jahren. Und das in nicht autonomen Autos.
Auf Autobahnen und Landstraßen behindern meiner Erfahrung nach vor allem diejenigen den Verkehrsfluss, die sich nicht an Regeln halten. Und was soll an höherer Sicherheit beim Autofahren so schlecht sein?

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