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01.02.2007

08:00 Uhr

Vier Motoren zur Auswahl

Auffällige Erscheinung: Der Pseudo-SUV Qashqai

Autos der Golfklasse sind bei deutschen Fahrern sehr beliebt. Wer im C-Segment Aufsehen erregen will, könnte dies mit dem Nissan Qashqai (sprich Kaschkai) tun. Das nach einem persischen Nomadenstamm benannte Pseudo-SUV fällt durch Offroad-Anleihen und einen Wohlfühl-Innenraum auf.

Nissan Qashqai dpa

Das Äußere des Nissan Qashquai vermittelt Abenteuer-Flair.

dpa-infocom HAAR. Mit 4,32 Metern Länge gehört der Nissan-Neuling zu den Großen im C-Segment. Sein erhöhtes Fahrwerk lässt den Qashqai mächtig wirken. Die Stoßfänger in dunkler Kontrastfarbe und die seitlichen Rammschutzleisten vermitteln Abenteuer-Flair. Ausgestellte Radhäuser, die nach hinten aufsteigende, eine hohe Schulterlinie und zwei markante Falten in der Motorhaube verleihen dem Blechkleid ein markantes Aussehen.

Der Qashqai-Innenraum ist wohnlich eingerichtet. Eine saubere Verarbeitung und unterschäumte Softoberflächen sorgen für einen hochwertigen Eindruck. Alles ist übersichtlich und leicht bedienbar. Auf Wunsch verwöhnt ein 750 Euro teures Glasdach mit viel Licht und toller Aussicht. Allerdings ist die Sicht nach hinten eingeschränkt.

Erweiterbarer Kofferraum

Das Platzangebot vorne ist gut, die Kniefreiheit im Fond ordentlich. Wer über 1,80 Meter groß ist, kommt dem Dachhimmel hinten sehr nah. Der 410-Liter-Kofferraum lässt sich dank der im Verhältnis 60 zu 40 umlegbaren Rückbanklehne auf 1 513 Liter erweitern.

Für den Qashqai stehen vier Antriebe zur Wahl. Basismotorisierung ist ein 1,6-Liter-Benziner mit 115 PS. Zehn PS weniger leistet ein 1,5-Liter-Diesel. Stärkstes Aggregat ist ein Zweiliter-Selbstzünder mit 150 PS. Als 1,4 Tonnen schwerer Fronttriebler mit Sechsgang- Schaltgetriebe schafft er den 100-km/h-Sprint in 10,1 Sekunden (10,6 sec. mit 4WD). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 192 km/h (190 km/h mit 4WD). Den Durchschnittsverbrauch gibt Nissan mit 8,2 Litern an (8,4 Liter mit 4WD).

Mehr Traktion mit Allradantrieb

Mit Allradantrieb ist der Qashqai zwar etwas langsamer und durstiger, dafür aber bedingt geländetauglich. Dennoch sind beide Varianten primär für den Asphalteinsatz ausgelegt. Im Allradler wandern bei Traktionsverlust bis zu 50 Prozent der Kraft nach hinten. Diese variable Umverteilung sorgt für mehr Sicherheit und ein Dynamik-Plus auf kurvigen Strecken. Der Komfort des Wagens ist sehr gut.

Fünftürer ab 19 790 Euro

Mindestens 19 790 Euro verlangt Nissan für den Qashqai. Hierfür bekommt man einen Fünftürer mit guter Serienausstattung und 115 PS starkem Benzinmotor. Die Ausstattung beinhaltet unter anderem ESP, eine Klimaanlage, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, vier elektrische Fensterheber sowie ein CD-Radio mit Bluetooth-Freisprechfunktion. Besonders attraktiv sind die Ausstattungspakete Acenta und Tekna. Die Topversion Tekna kostet mit dem Zweiliter-Benziner 25 840 Euro und bietet zusätzlich eine Lederausstattung, das Glaspanoramadach, 17-Zoll-Alufelgen und einen CD-Wechsler.

Fazit: Modernes Fahrzeug mit vielen Extras

Der Nissan Qashqai interpretiert das Thema Kompaktklasse in erfrischender Weise. Seine Stärken sind ein edel gestalteter und gut verarbeiteter Innenraum, der sich mit vielen attraktiven Extras aufwerten lässt. Fahrwerk und Motoren sind modern und dürften den meisten Ansprüchen voll gerecht werden.

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