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09.03.2006

12:25 Uhr

Völlige Begeisterung seit 1968

Opel GT: Zwei Buchstaben und der Spruch vom Fliegen

„Nur Fliegen ist schöner“. Mit diesem Werbespruch warb Opel für seinen GT. Zwar hat der Hersteller jetzt nach mehr als 30 Jahren Pause ein neues Modell mit der Typbezeichnung GT vorgestellt, was für Grand Tourismo steht.

Opel dpa

Von rechts: GT-Studie, Serienfahrzeug, GT-Cabrio-Studie. (Bild: Opel/dpa/gms)

HB RÜSSELSHEIM. Doch es wird wohl noch einige Zeit so bleiben, dass bei der Nennung der beiden Buchstaben zunächst an den alten GT gedacht wird. Nur wenige Autos haben es geschafft, sich so in das Gedächtnis der Menschen einzuprägen wie der GT, obwohl das Auto nur fünf Jahre lang gebaut wurde.

Zu den Händlern kam der GT zwar erst 1968 - in den Köpfen einiger Opel-Mannen war er aber schon 1962 präsent. Damals gab es erste Überlegungen, einen echten Sportwagen zu bauen. Nach und nach wurden die Ideen konkreter. Aus anfangs noch eher zurückhaltenden Entwürfen entwickelte sich immer mehr eine für damalige Verhältnisse recht extravagante Form.

Das Ergebnis wurde 1965 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert: Auf der Internationalen Automobilausstellung zeigte Opel die Studie mit der Bezeichnung Experimental-GT. Dass daraus einmal ein Serienfahrezeug werden würde, war zu diesem Zeitpunkt ganz und gar nicht sicher. Bevor man an die Produktion denken wollte, sollte die Reaktion des Publikums auf Automessen getestet werden - der Prototyp stieß auf Begeisterung.

Dennoch ließ Opel das Auto erstmal wieder verschwinden. Hinter den Kulissen wurde aber fleißig weiter am Konzept und dessen Serienreife gearbeitet. Vor allem wurde die Studie optisch verfeinert. Als der GT im Jahr 1968 tatsächlich kam, verursachte er völlige Begeisterung. „Die Sensation des Jahres: der neue Opel GT“ lautet eine Überschrift in der Zeitschrift „Hobby“.

Mit dem GT nahm Opel nebenbei vorweg, was heute als Plattformstrategie bekannt ist. Denn der GT sollte ja kein Traumauto für Superreiche werden, er war vielmehr als Sportwagen für Normalverdiener gedacht. Fahrwerkskomponenten und Motoren stammten daher aus den Konzerregalen.

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