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29.10.2013

15:37 Uhr

Volvo XC 60 D3 im Test

Irgendwie anders, übertrieben anders

VonPeter Eck
Quelle:Spotpress

Der Volvo XC 60 ist ein SUV der Mittelklasse, einem gut gefüllten Segment also. Sich speziell von den erfolgreichen deutschen Wettbewerbern abzuheben, ist für eine Marke mit Premium-Anspruch daher nicht einfach.

Der Volvo ist dank seines Antriebs und der bequemen Sitze auch absolut langstreckengeeignet Volvo

Der Volvo ist dank seines Antriebs und der bequemen Sitze auch absolut langstreckengeeignet

Lassen wir die ganzen Klischees über die einzige ernsthafte schwedische Automobilmarke mal beiseite. Also nix mit Schweden-Stahl, Familien-Fahrzeug oder Sicherheits-Vorreiter. Betrachten wir Volvo also ganz kühl von der nüchternen Seite: als eine Marke, die sich praktisch auf Augenhöhe mit den deutschen Wettbewerbern wähnt, hohe Sympathiewerte hat und preislich entsprechend selbstbewusst zu Werke geht.

Das gilt auch für unseren Testwagen, den zum mittleren SUV-Segment zählenden XC 60, ein auch nach fünf Jahren Bauzeit immer noch recht ansehnliches, wenn auch nicht mehr taufrisches Automobil. Allerdings ist der Schwede kein Platzwunder, mit den 4,64 Metern Gesamtlänge gingen Techniker und Designer großzügig um.

Zwar sitzen zwei Erwachsene nicht nur vorne, sondern auch hinten sehr bequem, dafür fällt der Kofferraum mit 495 Litern nur durchschnittlich aus, das können manche Limousinen ebenso gut, manche direkte Wettbewerber wie ein Audi Q5 besser. Wobei man anmerken muss, dass man sich mehr Raum tatsächlich nur auf Urlaubs- oder ganz speziellen Einkaufsfahrten, etwa zum Möbelhaus, wünschen würde.

Das Cockpit wirkt keineswegs angestaubt, ist aber auch kein Ausbund an Modernität. Das macht sich vor allem bei der Bedienung bemerkbar. Ob Radio, Navi oder Telefon, an die Logik der Schweden muss man sich erst mal gewöhnen. Die zwei Testwochen reichen dafür kaum aus.

Der Fünf-Ender mit seinen nur 100 kW/136 PS arbeitete in unserem SUV einwandfrei Volvo

Der Fünf-Ender mit seinen nur 100 kW/136 PS arbeitete in unserem SUV einwandfrei

Denn Volvo geht bei der Bedienung gern eigene Wege, was man sympathisch finden kann oder auch nur ein wenig skurril, denn es wirkt wie ein Versuch, auf jeden Fall anders sein zu wollen. Aber das kennen wir ja auch von der inzwischen von der Bildfläche verschwundenen schwedischen Marke Saab, die ihre Besonderheiten auf noch eigenere Art zu pflegen wusste.

Auch der Antrieb im XC 60 ist etwas Besonderes. Noch, möchte man sagen, denn den unter der Haube arbeitenden Fünfzylinder-Diesel wird es nicht mehr ewig geben. Volvo stellt die gesamte Antriebspalette sowohl bei den Selbstzündern als auch bei den Benzinern nach und nach auf sparsamere und hybridfähige Vierzylinder um.

Schade eigentlich, denn der Fünf-Ender mit seinen nur 100 kW/136 PS arbeitete in unserem SUV einwandfrei, wenn man ihm die halbe Gedenksekunde nach dem beherzten Gastritt nicht übelnimmt.  Zwar ist er nicht leise, wirkt manchmal sogar brummig, dafür entpuppte er sich trotz über 1,8 Tonnen Leergewicht als durchzugsstark und sparsam.

Allerdings ist der Schwede kein Platzwunder Volvo

Allerdings ist der Schwede kein Platzwunder

Zunächst klingen fast zwei Liter Mehrverbrauch auf 100 Kilometern (7,2 statt der versprochenen 5,3 Liter) sehr viel. Aber der XC 60 musste einige schnellere Autobahnetappen zurücklegen. Lässt man es etwas gemächlicher angehen, sind Verbräuche um die 6 Liter problemlos machbar. Das manuelle Sechsganggetriebe machte wegen der langen Schaltwege allerdings weniger Spaß als das Nachtanken.

Kommentare (1)

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elchfahrer

30.10.2013, 09:15 Uhr

ehrlich gesagt geht mir diese Berichterstattung auf den Keks. Der Artikel erschien wortgleich in der Welt, der Zeit etc. - das ist duplicate Content. Setzt euch mal selbst in das Auto und fahrt eine Runde. Volvo ist und bleibt Vorreiter in Sachen Sicherheit. Dass man für das Navi etc. die Hände nicht vom Lenker nehmen muss ist nicht Eigensinn der Volvo-Ingenieure, sondern dient der Sicherheit.
Aber hierzulande war es ja immer schon anstrengend, einen anderen Geschmack zu haben. Vor allem, wenn man versucht, gegen den Mainstream anzuschwimmen.

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