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27.06.2013

10:43 Uhr

VW Beetle Cabrio im Autotest

Endlich oben ohne!

VonJessica Schwarzer

Manchmal werden Träume wahr: das erste eigene Cabrio. Ein Sommerflirt oder doch die große Liebe? Jessica Schwarzer hat das VW Beetle Cabrio auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Welche Emotionen er weckte.

Jessica Schwarzer hat das Beetle Cabriolet getestet und war begeistert.

Jessica Schwarzer hat das Beetle Cabriolet getestet und war begeistert.

DüsseldorfVon einem Cabrio träume ich eigentlich, seit ich denken kann. Wenn man allerdings wie ich ständig in Stadtteilen lebt, in denen Garagen Mangelware und damit nicht zu bezahlen sind, bleibt der Traum ein Traum.

Für zwei Wochen ist er jetzt in allerdings doch in Erfüllung gegangen. Ich hatte mir ein Cabrio gewünscht und ich habe eins bekommen. An einen VW Beetle hatte ich dabei allerdings, ehrlich gesagt, nicht gedacht. Ob das mehr werden kann als ein zwei Wochen andauernder Sommerflirt?

Das Beetle Cabrio ist ein richtiges Frauenauto, wie ich finde. Und eigentlich mag ich keine Frauenautos. Nun habe ich eins; also entscheide ich mich auch für ein echtes Frauenprogramm. Es lebe das Vorurteil!

Wichtige Fragen und Antworten zum Testwagen

Alltagstauglich?

Auf jeden Fall. Das Beetle Cabrio ist ziemlich geräumig. Fahrer und Beifahrer haben viel Platz und auch auf der Rückbank lässt es sich aushalten. Der Kofferraum hat seine Tücken, Getränkekisten lassen sich nur mühsam einladen.

Das schönste Detail?

Das Armaturenbrett hat mir besonders gut gefallen - eine gelungene Mischung aus Retro und Modern.

Enttäuschend?

Der Kofferraum. Er ist zwar eigentlich relativ geräumig, allerdings lässt er sich nur schlecht beladen.

Ist er's wert?

Nein, mir ist das Cabrio viel zu teuer. Für einen Preis von 33.637 Euro erwarte ich mehr, vor allem mehr PS.

Sound?

Überraschend leise für einen Diesel, überraschen windstill für ein Cabrio. Sehr gut.

Wie grün ist das Auto?

Definitiv: grün. Und grüner als Blue Motion Technology wird es bei Volkswagen derzeit nicht.

Vorbildlich?

Das Fahrgefühl. Der Beetle bringt das Käfer-Feeling zurück. Kultkäfer Herbie lässt grüßen!

Was sagt der Nachbar?

Sehr angetan, fast schon begeistert. Es gab nur positives Feedback für den kleinen Flitzer.

Wer guckt?

Alle! Das Beetle Cabrio macht Jung und Alt neugierig.

Wie fährt er sich?

Gut. Beschleunigung, Straßenlage, Übersichtlichkeit - alles prima.

Wo gehört er hin?

In meine Garage, die ich aber leider nicht habe.

Bevor es losgeht: der erste Eindruck. Optisch bin ich sofort begeistert. Das kugelige Cabrio ähnelt dem historischen Vorbild wieder mehr - flacher, breiter und mit längerer Motorhaube. Zusätzlich erinnern die runden Scheinwerfer an den Käfer. Kultauto Herbie lässt grüßen. Die Farbe meines Beetle: candy-weiß. Das Textilverdeck ist schwarz. Die Sitze sind schwarz-rot – Sportsitze mit Lederausstattung „Vienna“. Auch der Heckspoiler sieht richtig schnittig aus. Sehr gelungen, finde ich.

Zum Glück macht das Wetter bei meiner ersten Fahrt mit: Das Dach ist ruck-zuck geöffnet. Keine Verriegelungen, die gelöst werden müssen, einfach nur den Knopf drücken und binnen 9,5 Sekunden heißt es: Endlich oben ohne! Das Dach faltet sich nach guter alter Käfer-Manier hinter der Rückbank zusammen. Das geht bis Tempo 50 übrigens auch während der Fahrt.

Sonne im Gesicht, Wind in den Haaren – ich bin begeistert. Für einen Diesel ist das Auto extrem leise. Obwohl ich das Windschott nicht benutzt habe, hält sich der Geräuschpegel auch bei Tempo 80 in Grenze. Sehr gut, meine Bestnote dafür.

Auf der Straße ist der weiße Käfer ein Hingucker. Überall ernte ich neidische, zumindest aber anerkennende Blicke. Ein echter Sympathieträger, das Cabrio.

Nach einer kurzen Innenstadtfahrt mache ich das Auto aber wieder zu, denn – Achtung: Frauenprogramm – es geht ins Outlet-Center nach Roermond. Von Düsseldorf sind es gut 60 Kilometer. Eine nette Spritztour also, um mal auszuprobieren, was „mein Cabrio“ so kann. Es hat nämlich nur 105 PS unter der Haube, was mich ein bisschen enttäuscht hat.

Kommentare (6)

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Kommunistennazi

27.06.2013, 10:58 Uhr

Ein Auto für Friseure...

RumpelstilzchenA

27.06.2013, 11:12 Uhr

Leider keine Anhängerkupplung !!!

Kaurikampf

27.06.2013, 12:48 Uhr

Einem Cabrio wird man sich nicht mit Objektivität nähern können. Der Bericht gibt die subjektiven Eindrücke der Autorin wider und ist damit absolut o.k.!
Im Gegensatz zum Vorgänger gefällt mir das Auto. VW hat sicher dazu gelernt. Die Mechanik vom Golf verspricht Solidität. Motoren gibt es ja genug zur Auswahl. Der Preis bildet sich immer am Markt. Sollte das Auto nicht "gehen" , wird man tolle Angebote finden.
In jedem Fall sieht das Auto schicker aus, als das Golf Kabrio mit dem Stummelheck.
Für mich käme er nicht in Frage, weil ich ein Mann bin. Im ganzen VW -Konzern gibt es nur ein Cabrio, das mich "anmacht": Porsche 911. Aber Jaguar hat jetzt eine passable Alternative mitndem "F". Womit dann auch die Realation der Portemonnais zwischen Mann und Frau wieder hergestellt wären.

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