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24.02.2014

09:46 Uhr

VW Cross Caddy im Test

Hundefänger im Gelände

VonElfriede Munsch
Quelle:Spotpress

Hochdachkombis werden von einigen Zeitgenossen gern abschätzig als Hundefängerautos bezeichnet. Wer dieser Tätigkeit überall nachgehen möchte, setzt auf Allradantrieb. Und findet das passende Auto möglicherweise bei VW.

Unser Testfahrzeug leuchtete in der Metallicfarbe Viperngrün - man ahnt es schon, weitere 600 Euro werden fällig VW

Unser Testfahrzeug leuchtete in der Metallicfarbe Viperngrün. Die kostet 600 Euro Aufpreis.

Hochdachkombis zeichnen sich weder durch eine aufregende Linienführung noch durch ein besonders sexy Image aus. Die kastenförmigen Fahrzeuge sind vor allem praktisch und als Pkw-Versionen besonders bei Familien oder Freizeit-Aktivisten beliebt. Der VW Caddy ist da keine Ausnahme. Die seit gut einem halbem Jahr verfügbare Ausstattungsvariante Cross will das Ansehen dieser Fahrzeuggattung nun ein wenig aufpeppen. Wir testeten den fünfsitzigen Cross Caddy mit dem 103 kW/140 PS starken 2,0-Liter-Diesel.

Eins vorweg: Der Cross Caddy ist nichts für Menschen, die gerne beim Geldausgeben knausern oder unauffällig im Straßenverkehr unterwegs sind. Rund 3.800 Euro Aufpreis zum vergleichbaren Caddy (Trendline-Ausstattung) ruft die Nutzfahrsparte von VW für den geschönten Nützling auf.

Bevor nun beim Lesen ob des happigen Preisaufschlags der Atem stockt oder sogar aussetzt: Es gibt schon einige schicke Extras fürs Geld. Dazu zählen schwarze Radlaufblenden, ein silberner Unterfahrschutz für Front und Heck, Privacy-Verglasung, eine silberfarbene Dachreling sowie markante 17-Zoll-Felgen.

Als weitere Cross-Zutaten seien zur Atemfrequenzberuhigung aufgezählt: Lederlenkrad, eine verstellbare Mittelarmlehne, Chromzierrat, für den Fahrer- und Beifahrerplatz Sitzheizung und Lordoseunterstützung, Berganfahrassistent sowie Tagfahrlicht und Nebelscheinwerfer.

Eine Klimaanlage (1.400 Euro) oder Parksensoren (730 Euro) müssen allerdings noch gesondert überwiesen werden. Damit sprengte unser Testfahrzeug (ab 28.852 Euro) die 30.000 Euro-Marke ohne Probleme.

Unser Testfahrzeug leuchtete in der Metallicfarbe Viperngrün - man ahnt es schon, weitere 600 Euro werden fällig. Mit dieser Farbe hebt man sich aber garantiert aus der Masse der meist silbergrauen Caddys ab, und sie hilft, das Fahrzeug auf dem Supermarkparkplatz sofort zu entdecken.

Auch der Innenraum ist in Viperngrün gehalten VW

Auch der Innenraum ist in Viperngrün gehalten.

Man kommt nebenbei mit wildfremden Menschen in Kontakt, denen die Farbe aufgefallen ist. Ob immer positiv? Nun ja, die einen sagen so, die anderen so. Die kommunikationsfördernde Farbe setzt sich auch im Innenraum fort. Die Sitzbezüge sowie die Türverkleidungen sind zweifarbig in grün-anthrazit gehalten.

Ob man nun die Cross-Details benötigt, sei dahingestellt. Die inneren Werte des Caddy sind dagegen einfach überzeugend. Hinter der weit aufschwingenden Heckklappe (Achtung schwer!) tut sich ein riesiger Schlund auf. Schon in der Grundstellung weist er 750 Liter Ladevolumen aus.

Rund 3.800 Euro Aufpreis zum vergleichbaren Caddy (Trendline-Ausstattung) ruft die Nutzfahrsparte von VW für den geschönten Nützling auf VW

Rund 3.800 Euro Aufpreis zum vergleichbaren Caddy (Trendline-Ausstattung) ruft die Nutzfahrsparte von VW für den geschönten Nützling auf.

Hier muss man keine Angst haben, seine Einkäufe oder das Urlaubsgepäck nicht unterzukriegen. Benötigt man noch mehr Raum, lässt sich nicht nur die Rückenlehne umlegen, sondern die zweite Sitzreihe auch nach vorne klappen. Die zwei seitlichen Schiebetüren sind ebenfalls praktisch. Die Verarbeitung und die Materialien erwecken den Eindruck, dass auch robuste Umgangsformen dem Interieur so schnell nicht schaden können.

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