Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.04.2014

13:46 Uhr

VW Cross-Polo

Ein Zwerg auf Abwegen

VonPeter Weißenberg
Quelle:Spotpress

Der Cross-Polo ähnelt äußerlich zwar einem kleinen SUV, für eine Ausfahrt ins Gelände ist der Zwerg aus Wolfsburg aber nicht geeignet. Das muss er auch gar nicht - er kann mit anderen Qualitäten überzeugen.

Fahrbericht: VW Cross-Polo - Abenteuer Alltag VW

Im Gelände fühlt sich der Cross-Polo nicht so wohl wie der Name vermuten lassen könnte.

Das Wörtchen „markant“ ist bei Autoherstellern sehr beliebt. „Auffallend, auffällig, ungewöhnlich, charakteristisch“ umschreibt mein Wörterbuch dessen Bedeutung – ein dehnbarer Begriff. Der runderneuerte Volkswagen Cross-Polo ist dafür ein gutes Beispiel.

Gemessen an einem Peugeot 2008 oder Renault Captur ist der Polo im Offroad-Stil nicht so recht markant. Die Unterschiede zum ganz zivilen Wolfsburger Gegenstück beschränken sich im Wesentlichen auf eine leicht erhöhte Karosse und ein wenig dunklen Zierrat. Im Inneren müssen spezielle Polster als Besonderheit reichen. Kritiker mögen das als einfallslos geißeln.

Die Käufer des Cross-Polo mögen es genau so. Darunter häufiger ganz junge – und ältere. Letztgenannte schätzen die 1,5 Zentimeter erhöhte Sitzposition, verbunden mit einer eher dezenten Gelände-Optik. Dafür werden viele wohl auch weiterhin gern mindestens 18.425 Euro ausgeben. Anders als im normalen Polo ist zum Einstieg aber bereits der 1,2-Liter-Benziner an Bord – und vier Türen. Herausgerechnet macht die Optik den Cross rund 3.800 Euro teurer als sein Schwestermodell.

Die profitabelsten Autokonzerne der Welt

Platz 10

Fiat-Chrysler - 2,15 Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2013

Durch die Fusion mit dem US-Autoriesen retten sich auch die Italiener in die Gewinnzone. Ohne Chrysler stünde unterm Strich ein Verlust von 188 Millionen Euro.

Platz 9

Nissan - 3,28 Milliarden Euro Gewinn

Die Japaner können beim Gewinn wieder leicht zulegen. Unterm Strich steht ein Plus von etwa zwei Prozent.

Platz 8

Ford - 4,2 Milliarden Euro Gewinn

Der operative Gewinn fällt bei Ford etwa sieben Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Dabei haben die Amerikaner mit dem Pickup F-150 das meistverkaufte Auto in den USA in ihren Reihen.

Platz 7

General Motors - 4,68 Milliarden Euro Gewinn

Eine Rückrufserie erschüttert derzeit das Vertrauen der Amerikaner in ihren größten Autokonzern. 2013 war davon noch nichts zu spüren. Der operative Gewinn legt um 13 Prozent zu.

Platz 6

Honda - 4,87 Milliarden Euro Gewinn

Bei den Japanern sorgt der schwache Yen für Rückenwind im Export. Der operative Gewinn legt um satte 35 Prozent zu.

Platz 5

Hyundai/Kia - 7,16 Milliarden Euro Gewinn

Das koreanische Duo kann beim operativen Gewinn nicht an die Vorjahre anknüpfen. Bei Hyundai sinkt der operative Gewinn um ein Prozent, bei Kia sogar um zehn Prozent.

Platz 4

Daimler - 7,61 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit verpassen die Schwaben das Treppchen nur knapp. Vor allem weil der operative Gewinn bereinigt um den Verkauf der EADS-Aktien um 14 Prozent sinkt.

Platz 3

BMW - 7,99 Milliarden Euro Gewinn

Auch bei den Münchener fällt der operative Gewinn um drei Prozent niedriger aus. Das reich aber immer noch für die Bronzemedaille.

Platz 2

Volkswagen - 11,67 Milliarden Euro Gewinn

Im Zwölf-Marken-Reich des VW-Konzerns geht es auch beim Profit leicht nach vorne. Zwei Prozent Plus stehen markenübergreifend unterm Strich. Für die Spitzenposition reicht das nicht.

Platz 1

Toyota - 16,91 Milliarden Euro Gewinn

Beim Profit kann kein anderer Hersteller den Japanern das Wasser reichen. Im Jahr 2013 steigt der operative Gewinn von Toyota um satte 132 Prozent.

Quelle

Studie von Ernst & Young "Die größten Automobilhersteller weltweit" im April 2014.

Damit hat es sich aber auch fast schon mit den Unterschieden. Denn bei Fahrtests im bayerischen Voralpenland zeigt sich auch der Cross-Polo mit den gleichen Leistungen wie das Normal-Modell. Und die sind durchaus markant. Laufruhe, Schubkraft und das Gefühl für die Straße sind in dieser Klasse derzeit das Maß der Dinge.

Als Antriebe stehen ein Diesel und zwei Benziner zur Verfügung. Von der Papierform her keine Revolution. Aber Volkswagen hat an allen Motoren kräftig geschraubt. Nicht nur, dass sämtliche Motoren jetzt die Euro-6-Norm erfüllen. Sie sind neben ihren Sparkünsten auch im Fahrbetrieb Freudenspender. Kräftiger Durchzug, angenehm präzise Lenkung und eine satte Straßenlage lassen Golf-Gefühle aufkommen. Vom Cross ist hinter dem Steuer nichts zu spüren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×