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21.01.2011

08:30 Uhr

VW Jetta im Test

Kleiner Passat für Preisfüchse

VW macht Schluss mit dem Spießertum. Galten kompakte Stufenhecklimousinen bislang als bieder und langweilig, wollen die Niedersachsen diesem Segment nun frisches Flair einhauchen. Die Hoffnungen ruhen dabei auf dem neuen Jetta.

Der neue VW Jetta lässt die spießigen Zeiten hinter sich. dpa

Der neue VW Jetta lässt die spießigen Zeiten hinter sich.

dpa-infocom BERLIN. Der VW Jetta kommt ab 21. Januar zu Preisen ab 20 900 Euro in den Handel. In der mittlerweile sechsten Generation endgültig vom Golf emanzipiert, ist der Fünfsitzer kein Schrägheck mit Rucksack mehr, sondern eine Limousine aus einem Guss. Der Jetta ist elegant gezeichnet, geräumig geschnitten, gut ausgestattet und mit sparsamen Motoren bestückt. So wird das Stufenheck zu einem aussichtsreichen Konkurrenten von Renault Fluence, Mazda3, Skoda Octavia oder Volvo S40. Der Jetta wildert aber auch in den eigenen Reihen. Denn die Limousine des VW Passat verliert plötzlich an Reiz.

Ein vollwertiges Familienauto

Mit seinem neuen Format taugt der Viertürer als vollwertiges Familienauto: VW hat den neuen Jetta in allen wichtigen Dimensionen ein wenig gestreckt. So wuchs der Wagen in Länge und Radstand um etwa neun Zentimeter und misst 4,64 Meter. Damit überragt er den Golf um fast einen halben Meter und bietet entsprechend mehr Platz: Schon vorn sitzt man viel bequemer.

Auf der Rückbank wähnt man sich in der nächst höheren Fahrzeugklasse: Nicht nur Schulkinder, sondern diesmal auch Erwachsene finden dort genügend Platz für Knie, Schultern und Kopf. Sogar der Kofferraum ist riesig geworden: 510 Liter Fassungsvermögen bedeuten mindestens zwei Reisetaschen mehr als man im Golf verstauen kann.

Während der Jetta bei der Fahrt Größe zeigt, gibt er sich an der Tankstelle als Knauser: VW hat den Verbrauch durch den Einsatz neuer Direkteinspritzer um bis zu 20 Prozent reduziert. Außerdem gibt es für 400 Euro Aufpreis für jeden Motor ein so genanntes Bluemotion-Paket mit Start-Stopp-Automatik und einer Elektronik zur Rückgewinnung der Bremsenergie, mit dem man im Normzyklus noch einmal bis zu einem halben Liter sparen kann. Sparsamster Motor aus der Palette von zwei Dieseln und vier Benzinern mit 77 kW/105 PS bis 147 kW/200 PS ist der kleinste Diesel. Kombiniert mit dem Öko-Paket ist der 1,6-Liter mit 4,2 Litern (CO2-Ausstoß 109 g/km) zufrieden und macht den Jetta so zu einer der sparsamsten Limousinen im Handel.

Schon der kleinste Motor macht Spaß

Trotzdem bleibt der Fahrspaß nicht auf der Strecke: Natürlich muss man etwas fester aufs Gas treten und häufiger schalten. Doch geht der vernehmlich knurrende Motor mit bis zu 250 Nm behände zur Sache. Beim Ampelstart hat man oft die Nase vorn, auf dem Land wird das Überholen nicht zur Mutprobe, und auf der linken Spur schwimmt man locker mit. Dass dieser Jetta 11,7 Sekunden bis Tempo 100 brauchen und nur 190 km/h schaffen soll, mag man kaum glauben.

Kommentare (1)

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Neuwagen Interessent

10.02.2011, 23:23 Uhr

ich verstehe nicht, woher die infos kommen, dass der Jetta bis zu 200 PS motorisiert ist.
Aktuell ist der 2 Liter Diesel mit 140PS die Stärkste Version.
Der stärkste benziner kommt gerade einmal auf 105 PS. bislang konnte mir kein Autohaus und auch nicht die Kundeninformationshotline von VW Auskunft darüber geben, WANN und Ob stärkere Motoren für den Jetta angeboten werden.
Schade!
ich finde, der Jetta ist optisch sehr gut gelungen.
Jedoch suche ich jetzt ein neues Auto mit stärkerer Motorisierung.
So kommt der Jetta für mich nicht mehr in betracht.
Da kommt mir die Strategie von z.b. bMW, die zuerst die starken Motoren anbieten, eher gelegen.

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