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19.10.2011

14:41 Uhr

VW-Kleinwagen mit großer Zukunft

Ganz schön Up-gefahren

Quelle:dpa

Die Zukunft gehört den Kleinen. Das hat auch VW verstanden - und bringt mit dem Up gleich eine ganze Stadtflitzer-Familie an den Start. Ab dem 2. Dezember und für mindestens 9.850 Euro.

Jetzt geht's Up: Volkswagen schickt im Dezember seinen Kleinsten auf die Straße. Pressefoto

Jetzt geht's Up: Volkswagen schickt im Dezember seinen Kleinsten auf die Straße.

BerlinFormal mag der Up ein Kleinwagen sein. Immerhin misst er nur 3,54 Meter, passt in jede Parklücke und taugt mit einem Wendekreis von 9,80 Metern zum König der Kurven. Aber innen ist der Kleine geräumig wie ein Großer. Nicht umsonst stehen die Räder mit 2,42 Metern weiter auseinander als bei den meisten Konkurrenten.

Das schafft vorne fast so viel Platz wie in Polo oder Golf, so dass man selbst mit mehr als 1,80 Metern Größe noch sehr kommod hinter dem Lenkrad sitzt.

Außen klein, innen groß

Die beiden Rücksitze sind mehr als eine Strafbank - zumindest für den Nachwuchs. Zur Not können dort zwei Erwachsene halbwegs bequem sitzen - wenn sie erst einmal nach hinten geklettert sind. Selbst der Kofferraum taugt für mehr als den kleinen Einkauf in einer teuren Boutique: Mit 251 Litern fasst er ähnlich viel wie der Polo.

Allerdings ist die Ladekante ziemlich hoch und nicht verkleidet. Zum üppigen Platzangebot gibt es ein überraschend farbenfrohes Ambiente: Auf Wunsch sind Teile des Cockpits in Wagenfarbe lackiert, alle Oberflächen sind liebevoll behandelt, und was man anfasst, fühlt sich gut an.

Die Räder stehen mit 2,42 Metern recht weit auseinander. Das schafft vorne viel Platz. Pressefoto

Die Räder stehen mit 2,42 Metern recht weit auseinander. Das schafft vorne viel Platz.

Erst auf den zweiten Blick sieht man im Handschuhfach oder am blanken Blech im Kofferraum, wo VW gespart hat.

Was pfiffig ist, kostet extra

Dass die Niedersachsen mit spitzem Stift gerechnet haben, erkennt man auch an der Optionsliste: Es gibt für den Up überraschend viel Ausstattung von den Ledersitzen bis zum Glasdach. Aber für das allermeiste muss man extra bezahlen. Selbst die elektrischen Fensterheber und die Zentralverriegelung kosten Aufpreis. So fällt es dem Hersteller leicht, den Grundpreis unter 10.000 Euro zu drücken.

Zu den interessantesten Optionen zählen der City-Notbrems-Assistent, der bis Tempo 30 vor einer drohenden Kollision automatisch in die Eisen steigt, sowie das Infotainmentpaket Maps & More. Der portable Bildschirm ist ins Fahrzeugnetzwerk eingebunden, arbeitet als Navigationssystem und Unterhaltungszentrale und kann wie ein Handy mit Apps individualisiert werden.

Dazu kommen die Up-Boxes: In diesen Faltkisten stecken bestimmte Dinge für eine Fahrt mit Kinder oder eine Urlaubsreise. Das sind beispielsweise eine Trinkflasche, eine Brotdose oder ein Kuscheltier.

Der Up ist nur 3,54 Meter lang. Die Parkplatzsuche wird so einfacher. Pressefoto

Der Up ist nur 3,54 Meter lang. Die Parkplatzsuche wird so einfacher.

Kommentare (3)

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peter

19.10.2011, 17:54 Uhr

...und wo sind jetzt die wirklichen, "pfiffigen" Innovationen bei der Karre? Kleine und günstige Autos bauen können doch auch andere (günstig isser ja zudem noch nicht mal - wenn man sich mal die Ausstattungsliste anschaut)?! Da scheint mir Einiges aufs Abstellgleis "UP-gefahren" zu sein.

kritisch

19.10.2011, 19:44 Uhr

ich denke auch, dass der UP am preis scheitern wird. mit ein paar extras, die heute zum guten ton gehören hat er ja auch schnell einen neupreis von 14.000€. dafür gibt es bessere angebote von anderen marken, oder auch einen 2 bis 3 jahre alten golf, der wesentlich mehr auto bietet.... ich bin sehr gespannt

Mollemopp

19.10.2011, 21:32 Uhr

A1, Up...und wie sie alle heißen. Diese Fahrzeugkategorie zeigt nur eines. Wir Deutschen sind ein Volk von verblödeten Menschen. In anderen Ländern würde man die Automobilkonzerne angesichts dieser Preise für so wenig Auto auslachen. Die Staatspropaganda sorgt dafür, dass man sich lieber kein großes Auto mehr kauft. Denn dann ist man ein Umweltsünder. Große Autos dürfen nur noch Politiker fahren. Das haben sie sich verdient. Das Volk soll Kleinwagen mit wenig CO2-Ausstoß fahren. Die Gewinne bei den Autokonzernen sollen aber steigen. Also Autos kleiner machen. Und für das gute Umweltgewissen darf es dann auch etwas teurer sein. Für Menschen, die auf diesen Schwachsinn reinfallen, habe ich nur Verachtung übrig.

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