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03.07.2012

10:40 Uhr

VW Polo GT Blue

Dieser Polo spart mit zwei Zylindern

Quelle:MID

Der Polo Blue GT ist der erste VW mit Zylinderabschaltung. Je nach Fahrweise stellen die beiden mittleren Zylinder ihren Betrieb ein. Vor der Benzinersparnis steht allerdings ein hoher Einstiegspreis.

Der VW Polo GT Blue erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. PR

Der VW Polo GT Blue erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.

Amsterdam/HollandSeit seinem Debüt 1975 gehört der Polo zu den Bestsellern unter den Kleinwagen. Bis heute verkauften die Wolfsburger über 13 Millionen Fahrzeuge des Fronttrieblers. Varianten wie der Polo BlueMotion, die betont sparsam ausgelegt waren oder die sportlichen Polo GT und Polo GTI, bewiesen in der Vergangenheit die Vielseitigkeit des Polo-Konzepts. Im Polo Blue GT, wollen die Wolfsburger nun beide Eigenschaften in einer Version zusammengeführt haben.

Mit 103 kW/140 PS Leistung bringt der Vierzylinder einerseits genügend Kraft für sportliche Fahrleistungen auf, soll aber andererseits, dank der erstmals bei VW bei einem Vierzylinder eingesetzten Zylinderabschaltung, beim Verbrauch zurückhaltend sein.

Optisch unterscheidet sich der VW Polo Blue GT von seinen Modellbrüdern nur marginal. Neben den 17 Zoll Alufelgen und den neuen Auspuffendrohren, bedient sich der Blue GT optischer Details seiner Brüder GTI und BlueMotion. Er verfügt also über Seitenschweller, Dachspoiler, ein Heck mit Diffusor und den sportlichen Frontspoiler.

Die Karosserie des VW Polo Blue GT verfügt über dezenten Schmuck der sportlichen GT-Version. PR

Die Karosserie des VW Polo Blue GT verfügt über dezenten Schmuck der sportlichen GT-Version.

Für bessere Aerodynamik und somit zur Verbrauchssenkung trägt ein spezieller Unterboden bei. Auch der Innenraum ist sportlich ausgerichtet. Die Sitze bieten guten Seitenhalt, das Sportlenkrad ist klein und griffig, die gut ablesbaren Instrumente stammen vom GTI, Chromeinfassungen bei diversen Instrumenten und der schwarze Dachhimmel machen den Blue GT aus.

Antriebsarten und ihre Abgaswerte

Motoren im Vergleich

Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.

Benzinmotoren

Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.

Dieselmotoren

Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.

Erdgas- und Autogasantriebe (CNG und LPG)

Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.

Hybrid- und Elektroantriebe

Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.

Aktuelle Luftdaten
Übersicht: Deutsche Umweltzonen
Studie zu Umweltzonen
Kurzinfo zu Umweltzonen
Hintergrundpapier zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Stickstoffoxiden

Das 1,4 Liter-Triebwerk mit vier Zylindern, Direkteinspritzung und Turbolader leistet 103 kW/140 PS und kann je nach Fahrsituation die beiden mittleren Zylinder abschalten. Schon auf den ersten Metern zeigt der 4,6 Meter lange Polo, dass er mehr als ausreichend motorisiert ist. In nur 7,9 Sekunden beschleunigt der Wolfsburger aus dem Stand auf Tempo 100 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Volkswagen bei 210 km/h. Das für 1 425 Euro Aufpreis erhältliche Siebengang-DSG-Getriebe arbeitet völlig ruckfrei und kann vom Fahrer per Wippen am Lenkrad auch manuell betätigt werden. Zur Charakteristik des Motors passt es ausgesprochen gut.

Der quereingebaute 1,4-Liter-Vierzylinder des VW Polo Blue GT verfügt über eine Zylinderabschaltung. PR

Der quereingebaute 1,4-Liter-Vierzylinder des VW Polo Blue GT verfügt über eine Zylinderabschaltung.

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