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22.09.2014

14:56 Uhr

Yamaha MT-07 im Test

Einfach gut

VonUlf Böhringer
Quelle:Spotpress

Mit der MT-07 zeigt Yamaha, dass die Stärken Japans keineswegs nur auf das Gestern beschränkt sind; die Zweizylinder-Maschine bietet das derzeit wohl beste Preis-Leistungsverhältnis.

Motorradtest: Yamaha MT-07 - Einfach gut fbn/SP-X

Yamaha MT-07: Für 5.490 Euro erhält der Kunde ein Motorrad, das angesichts seines Preis-Leistungsverhältnisses seinesgleichen sucht

Seit Beginn der Motorradsaison 2014 schließt Yamaha mit dem Nakedbike MT-07 eine Lücke im Angebot auf dem deutschen Markt. Für 5.490 Euro erhält der Kunde ein Motorrad, das angesichts seines Preis-Leistungsverhältnisses seinesgleichen sucht. Yamaha hat nach langen Jahren des schon fast unaufhaltsam scheinenden Rückgangs endlich wieder Boden unter den Füßen. Denn die MT-07 hat sich am Markt zum Renner entwickelt.

Fangen wir gleich mit dem Sahnestück an, dem Zweizylinder-Motor. Er beeindruckt mit Leistung, Durchzugskraft, Laufkultur und Ökonomie gleichermaßen. Aus knapp 700 Kubikzentimetern mobilisiert der Reihenmotor mit seiner ungleichmäßigen Zündfolge 55 kW/75 PS bei 9.000 Umdrehungen pro Minute.

Noch weitaus eindrucksvoller ist aber die perfekte Drehmomentkurve: Zwischen 3.000 und 9.000 Touren produziert das Triebwerk nie unter 60 Newtonmeter; der Höchstwert von 68 Nm wird bei 6.500/min. realisiert. Diese Triebwerksauslegung ist sehr benutzer- und alltagsfreundlich. Die MT-07 lässt sich in der Praxis ausgezeichnet mit niedrigen und mittleren Drehzahlen fahren; dennoch ist die Drehfreudigkeit des Motors stets spürbar und auch abrufbar.

Das Zentraldisplay ist übersichtlich und deshalb gut ablesbar Yamaha

Das Zentraldisplay ist übersichtlich und deshalb gut ablesbar

Nicht verwunderlich ist, dass dieses Triebwerk recht sparsam betrieben werden kann. Wir ermittelten je nach Fahrstrecke (Landstraße zurückhaltend, Landstraße engagiert, schnelle Autobahn) Verbräuche von 3,7/4,5/4,9 Liter pro 100 Kilometer. Damit ist der 14 Liter-Tank auf Landstraßen gut für 300 Kilometer Reichweite.

Doch auch die restliche Technik gefällt. Das Sechsganggetriebe schaltet sich gleichermaßen leicht wie präzise, das komfortorientiert abgestimmte Fahrwerk benimmt sich auf guten Straßen unauffällig. Bei schlechten Belägen wird allerdings offenbar, dass die Federelemente nicht von der qualitativ besten Sorte sind, denn dann kommt spürbar Unruhe ins Fahrwerk. Dies ist natürlich dem Preis-Diktat geschuldet – im schlimmsten Fall heißt es eben, ein wenig Gas herauszunehmen und ein bisschen langsamer fahren.

Yamaha MT-09 im Test: Auferstanden aus Ruinen

Yamaha MT-09 im Test

Auferstanden aus Ruinen

Lange war es ruhig bei Yamaha, mehr als kleine Modell-Retuschen waren meist nicht drin. Doch jetzt geht der Motorradhersteller in die Vollen: Die neue MT-09 bietet 115 PS unter 8.000 Euro – ein Bestseller mit Ansage.

Sehr gut gefällt das Fahrwerk unter dem Gesichtspunkt der Handlichkeit. Die nur rund 180 Kilogramm wiegende MT-07 lenkt trotz relativ schmalen Lenkers leicht ein und durcheilt Kurven bei gutem Belag absolut stabil, bis irgendwann die Fußrasten aufsetzen. Das passiert aber doch so spät, dass die angesprochene Zielgruppe – Aufsteiger aus der Führerscheinklasse A2 – sich gut bedient fühlen darf.

Apropos A2: Es gibt einen Drosselsatz auf 35 kW/48 PS. Mit voller Leistung schwingt sich die MT-07 auf gut 200 km/h auf; dass der Winddruck dabei lästig ist, liegt angesichts der nicht vorhandenen Verkleidung auf der Hand.

Kommentare (1)

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Herr Joachim Buch

22.09.2014, 16:53 Uhr

Mag sein, daß sie gut zu fahren ist, aber sie ist unglaublich häßlich.

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