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06.04.2006

13:12 Uhr

Youngtimer locken Einsteiger

Alte Autos machen Liebhaber und Spekulanten reich

VonJosef Hofmann

Die eingeschworene Oldtimer-Gemeinde reist sowieso von Donnerstag bis Sonntag nach Essen zur Techno Classica. Doch nicht nur Technik-Liebhaber begeistern sich für die weltweit wichtigste Messe für klassische Automobile.

FRANKFURT. Zahlreiche Besucher lockt auch die Wertsteigerung einiger Fahrzeuge: „Wer vor zehn Jahren einen Porsche 911 S, Baujahr 1972, für 20 000Mark gekauft hat, bekommt heute 40 000 Euro dafür“, sagt Hans-Jörg Götzel vom Fachmagazin „Motor Klassik“.

Daher zieht die Branche immer mehr Spekulanten an: „Mehrere große Finanzgruppen überlegen sogar, Oldtimer-Fonds aufzulegen, und rechnen mit einer jährlichen Rendite von zehn bis zwölf Prozent“, sagt Peter Spieth, Leiter des Mercedes-Benz Classic Centers. Auch Klaus Werner, einer der Top-Oldtimer-Händler Deutschlands, beobachtet, dass die Preise seit fast fünfzehn Jahren „kontinuierlich steigen“. Bei dem Oldtimer-Experten aus Wuppertal wird ein Normalverdiener kaum fündig, da sich Werner auf das obere Segment spezialisiert hat. In Essen bietet er beispielsweise einen Ferrari 250 GT für 3,5 Mill. Dollar an. Dabei wurde das Auto im Jahr 1962 gebaut, ist also erst ein Youngtimer.

Dieser Bereich der Nachkriegsfahrzeuge hat die Oldie-Fangemeinde deutlich wachsen lassen. Denn zu den Youngtimern zählen auch Autos, die in den späten Siebzigern auf den Markt gekommen sind. „Sie sind für eine größere Zahl von Leuten bezahlbar und technisch so gut, dass sie häufiger genutzt werden können. Dennoch vermitteln sie Flair“, sagt Ande Votteler, Porsche-Oldtimer-Spezialist aus Balingen. Zudem gelten sie gerade als chic: „Die coolsten Typen in Vorabendserien fahren meistens alte Autos“, hat Götzel beobachtet. Zu den bezahlbaren Youngtimern gehören Klassiker wie der VW Golf GTI genauso der Mercedes 280 TE, ein Ford Capri oder ein BMW der 02-Serie.

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