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31.01.2003

08:01 Uhr

Autobahnen blockiert

Verkehrschaos nach Wintereinbruch

Schnee und Eisglätte haben am Freitag den Berufsverkehr in weiten Teilen Deutschlands erheblich behindert. Nach heftigem Schneefall in der Nacht herrscht noch auf einigen Autobahnen Chaos, die Polizei warnte vor gefährlicher Glätte besonders auf Nebenstraßen.

Wie hier auf der A 44 am Autobahnkreuz Jackerath bei Aachen geht am Freitagmorgen auf vielen Autobahnen nichts. Foto: dpa

Wie hier auf der A 44 am Autobahnkreuz Jackerath bei Aachen geht am Freitagmorgen auf vielen Autobahnen nichts. Foto: dpa

HB/dpa HAMBURG/DÜSSELDORF. In weiten Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Nordrhein-Westfalens mussten sich Pendler auf spiegelglatte Autobahnen, Bundes- und Landstraßen einstellen. Auch am Freitagmorgen gab es zahlreiche Unfälle mit mehreren Verletzten. Im Berufsverkehr steckten nach Polizeiangaben viele Autofahrer in langen Staus fest. In mehreren niedersächsischen Landkreisen fiel am Tag der Halbjahreszeugnisse die Schule aus.

Im südlichen Hessen mussten die Autobahnen zwischen Darmstadt und Mannheim sowie zwischen Darmstadt und Heidelberg gesperrt werden. Dort standen mehrere Lastwagen quer und blockierten die Fahrbahnen. Einige der in insgesamt 13 Unfälle verwickelten Lastwagen waren auch umgekippt. Die Polizei sprach von mehreren Verletzten.

Tausende von Autofahrern haben die Nacht zum Freitag in Nordrhein- Westfalen in ihren Fahrzeugen verbringen müssen. Vielerorts hatten heftige Schneefälle am Donnerstagabend den Verkehr zum Erliegen gebracht. Besonders heftig erwischte es den Verkehr rund um Wuppertal. Auf den Autobahnen 1, 43 und 46 rund um die Stadt konnten gegen 2 Uhr die Behinderungen beseitigt werden. Erst am frühen Freitagmorgen entspannte sich die Lage. Landesweit zählte die Polizei mindestens 1100 Unfälle, bei denen es nach bisherigen Feststellungen meistens bei Blechschäden blieb.

Besonders schlimm erwischte es auch die Menschen in Baden-Württemberg auf der A 8. Bis zu sieben Stunden saßen sie zwischen Ulm und Kirchheim/Teck im Schneechaos fest. Erst gegen 4 Uhr entspannte sich die Situation auf der A 8 ganz langsam. An den Steigungen der Alb hatten quer stehende Lastwagen und einige Zentimeter Neuschnee stellenweise ein Vorwärtskommen unmöglich gemacht. Viele Auto- und Lastwagenfahrer schliefen in ihren Fahrzeugen und mussten gegen Morgen von der Polizei geweckt werden.

Nach den teils ergiebigen Schneefällen in der Nacht lassen die Niederschläge am Freitag nach. Länger anhaltend schneit es nach der Vorhersage des Wetterdienstes Meteomedia allerdings noch von der Ostsee über Niedersachsen bis nach Hessen. Auch am Alpenrand hält sich das Schneewetter noch. Auf den Straßen bleibt es glatt. Am Nachmittag wird der Schneefall dann von Nordwesten her weniger. Die Temperaturen liegen bei minus sechs bis null Grad.

In der Nacht zum Samstag schneit es nur noch im Erzgebirge, im Bayerischen Wald und südlich der Donau. Es wird noch etwas kälter. Auf vielen Straßen wird es wieder glatt. Am Samstag kommt dann die Sonne wieder stärker zum Zug. Nur am Alpenrand kann es noch etwas schneien. Sonst ist es meist heiter. Erst gegen Abend kann es westlich des Rheins wieder zu schneien beginnen. Die Null-Grad-Marke wird voraussichtlich nicht überschritten. Am Sonntag ist es wechselnd bis stark bewölkt. Vielerorts fällt wieder Schnee, der im Westen dann allerdings bald in Regen übergeht.

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