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07.01.2001

12:44 Uhr

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Banken: Euro-Umtausch bringt Probleme

Der Umtausch von Mark und Pfennig in Euro und Cent stellt die Banken nach eigener Darstellung vor gewaltige Kosten und erhebliche Organisationsprobleme.

dpa HAMBURG. "Zum Jahreswechsel 2001/2002 müssen allein 260 Milliarden DM eingesammelt werden", sagte der Euro- Koordinator des Bundesverbandes Deutscher Banken, Andreas Goralszick, am Samstag im Radio FAZ 93.6 Berlin. "Die Münzen, die transportiert werden, wiegen insgesamt 170 000 Tonnen."

Pro Bankfiliale fielen etwa 140 000 DM Logistikkosten an, sagte Goralszick. Dazu kämen Kosten für die Umstellung der Systeme. Es sei auch noch ungeklärt, ob die Logistikkapazitäten ausreichten, um die 151 Milliarden Euro in Noten und fünf Milliarden Euro in Münzen wie geplant vom 1. September 2001 an auszuliefern.

Das Nachrichtenmagazin «Focus» schreibt, für die Zeit nach der «Parallelwährungsphase» - also nach dem 28. Februar 2002 - könnten für die Verbraucher Gebühren beim Umtausch von D-Mark in Euro anfallen. Kreditwirtschaft und Bundesbank hätten sich noch nicht auf eine gemeinsame Gebührenpolitik geeinigt. Unklar sei noch die Größe der «haushaltsüblichen Menge», deren Umtausch nach dem Willen der EU kostenlos sein soll. Sie liege im Ermessen der Banken. Uneins sei man sich auch über Gebühren für die darüber hinaus gehenden Geldmengen.

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