Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.02.2001

12:33 Uhr

Bankenchefs wollen Möglichkeit in kommender Woche prüfen

Genossenbanken ziehen laut Bericht auch Fusion in Betracht

Bei der angepeilten Zusammenarbeit der genossenschaftlichen Zentralbanken ist offenbar auch eine Fusion von DG Bank, GZ-Bank und WGZ-Bank im Gespräch. Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, wollen die Vorstandschefs der drei Spitzeninstitute in der kommenden Woche die Möglichkeit einer Vollfusion prüfen. Bei einem Strategiegespräch solle sogar schon die Führungsstruktur der neuen Bank diskutiert werden, berichtete das Blatt unter Berufung auf verhandlungsnahe Kreise.

ap HAMBURG. Die Spitzeninstitute der Volks- und Raiffeisenbanken hatten vor kurzem nach einem Strategiegipfel erklärt, sie wollten näher zusammenrücken. Einzelheiten waren nach Angaben Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken allerdings noch nicht geklärt. Es seien weitere Treffen der Unternehmensspitzen in einem kurzfristigen Zeittakt vereinbart worden, hatte es geheißen.

Die DG Bank gilt als angeschlagen, nachdem Wirtschaftsprüfer für 2000 eine Risikovorsorge von etwa einer Mrd. DM ermittelt hatten. Die GZ-Bank war vor rund einem Jahr aus dem Zusammenschluss zwischen der SGZ-Bank und deren Stuttgarter Schwesterinstitut GZB-Bank entstanden. Wie die "Welt am Sonntag" weiter berichtete, wird nach Informationen von Insidern diskutiert, ob die Chefs von DG Bank und GZ-Bank, Bernd Thiemann und Ulrich Brixner, das neue Institut in Form einer Doppelspitze führen.

An dem Spitzengespräch nehmen nach Angaben des Blattes neben Thiemann und Brixner auch WGZ-Bank-Vorsteher Werner Böhnke und der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Christopher Pleister, teil. Sollten sich die in der Vergangenheit als Kontrahenten aufgetretenen Bankvorstände auf eine Fusion einigen, würde eine Bank mit einer Bilanzsumme von rund 720 Mrd. DM und rund 1 800 genossenschaftlichen Filialen entstehen, schrieb das Blatt weiter. Ein endgültiges Konzept werde für Ende Februar erwartet.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×