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14.01.2002

19:00 Uhr

Bankhaus expandiert

Oppenheim profitiert von Konkurrenten

Die Kölner Privatbank Sal. Oppenheim profitiert nach eigenen Angaben von der zunehmenden Standardisierung der Großbanken im Geschäft mit vermögenden Privatkunden.

cd DÜSSELDORF. "Die Restrukturierung der Wettbewerber hat ein Riesenvakuum geschaffen, viele Kunden fühlen sich alleingelassen", sagte der persönlich haftende Gesellschafter Hubertus Freiherr von Rukavina anlässlich der Eröffnung der Düsseldorfer Filiale. Enttäuschte Kunden der Konkurrenz versucht Oppenheim durch die Expansion an neue Standorte einzufangen. Nach Wien, Stuttgart, Genf und Berlin im vergangenen Jahr, folgte am Montag Düsseldorf.

Der Privatbank kommt dabei auch die Abwanderungsbereitschaft von Experten der Konkurrenz zugute. So bildet den Kern der Düsseldorfer Filiale ein seit 15 Jahren bestehendes Team für vermögende Kunden, welches aus eigenem Antrieb die Deutsche Bank verließ.

In Stuttgart holte die Bank bereits ein Team der Dresdner Bank, in der Hauptstadt lief eine Mannschaft der Berliner Bank über. Mit den Beratern wechseln viele Kunden ihre Bankverbindung. So ist es kaum verwunderlich, dass der Standort Düsseldorf bereits schwarze Zahlen schreibt. Im Visier haben die Kölner die 20 000 reichsten Familien in Deutschland, davon schätzt die Bank lebten rund 5 000 an Rhein und Ruhr.

Ohne Blessuren hat Sal. Oppenheim das schwierige abgelaufene Geschäftsjahr für Banken nicht abgeschlossen. So sank die Bilanzsumme von 8,63 Mrd auf 8 Mrd. "Allerdings haben wir operativ Geld verdient", betonte der persönlich haftende Gesellschafter Johannes Maret, der den Geschäftsverlauf als "befriedigend" bewertete. Anders als viele Wettbewerber erhöhte die Bank die Zahl ihrer Beschäftigten, von 1 361 auf 1 500.

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