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05.02.2004

08:53 Uhr

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Barwertverordnung für Hypothekenbanken in Kraft getreten

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hat am 19. 12. 2003 im Einvernehmen mit dem ...

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hat am 19. 12. 2003 im Einvernehmen mit dem Ministerium der Justiz die Hypothekenpfandbrief-Barwertverordnung erlassen. In dieser Rechtsverordnung werden die aufsichtlichen Anforderungen an die barwertige Deckungsrechnung der Hypothekenbanken detailliert, die diesen Instituten seit der Novelle des Hypothekenbankgesetzes vom Juli 2002 obliegen.
Im Kern geht es in der Verordnung darum, die Deckungsmassen für Pfandbriefe scharfen Zins- und Währungssstressszenarien zu unterwerfen, um die gesetzlich vorgeschriebene jederzeitige Deckung der Pfandbriefe auch barwertig sicherzustellen. Die Barwertverordnung gewährt den Hypothekenbanken eine Übergangsfrist bis Ende April 2004, um die Anforderungen der Verordnung in ihren IT-Infrastrukturen umzusetzen. Mit der Einführung der barwertigen Deckungsrechnung werde die anerkannte Bonität des Pfandbriefs weiter gestärkt. Dies gelte insbesondere für den - bis heute nie eingetretenen - Fall der Insolvenz des Pfandbriefemittenten. Nunmehr werde durch die Berücksichtigung von Zins- und Währungsstressszenarien in der Rechtsverordnung ein zusätzlicher Sicherheitspuffer implementiert. Die Ratingagentur Moody's sieht dadurch den Gläubigerschutz von Pfandbriefen so wesentlich verbessert, dass sie im April 2003 ankündigte, nach der Einführung der nun erlassenen Regelungen erstmals Mindestratings für Hypothekenpfandbriefe von Aa3 und Öffentliche Pfandbriefe von Aa2 einzuführen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 05.02.2004

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