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13.06.2000

17:07 Uhr

vwd PARIS. Das geplante Großraumflugzeug A3XX soll in Toulouse zusammengebaut und in Hamburg mit der Innenausstattung versehen werden. Noel Forgeard, CEO der Airbus Industrie, Toulouse, sagte der französichen Tageszeitung "Le Monde" (Mittwochsausgabe), er habe den Anteilseignern von Airbus vorgeschlagen, im Gegenzug solle der Produktionsschwerpunkt der kleinen Airbus-Modelle aus Südfrankreich nach Hamburg verlegt werden. Auch die gesamte Entwicklungsabteilung für die Innenausstattung des A3XX soll im Hamburg angesiedelt werden.

Eine vollständige Verlegung der Produktion der Familie der kleineren A320-Modelle nach Hamburg kommt nach Angaben Forgeards nicht in Frage. Der A320 wird derzeit in Toulouse, die Varianten A321 und A319 werden in Hamburg gebaut. Der Airbus-Chef bestätigte, dass die Diskussion zwischen den deutschen und den französischen Partnern über die Aufteilung der Produktion des neuen Superflugzeuges immer noch nicht abgeschlossen sei. Nach Angaben von "Le Monde" wird in Toulouse der Verlust von Arbeitsplätzen befürchtet, wenn die A320-Produktion gegen eine prestigeträchtige Rolle beim A3XX getauscht wird. Ein Dasa-Sprecher wollte sich am Dienstag zu diesen Vorschlägen nicht äußern.

Der A320 sei einer der Verkaufsschlager von Airbus, während der Erfolg des A3XX auf Jahre hinaus noch nicht gesichert sei, hieß es weiter. Nach Angaben Forgeards haben derzeit acht Gesellschaften weltweit rund 60 Vorbestellungen für den A3XX abgegeben, darunter rund ein Drittel für Frachtflugzeuge. Andauernde Spannungen im Airbus-Lager verzögern seit Wochen den Beschluss für den Bau des neuen Großraumflugzeuges.

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