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15.01.2003

18:05 Uhr

Bayer-Sorgen

Zahl der Lipobay-Klagen steigt und steigt

Die Zahl der Klagen gegen den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer im Zusammenhang mit dem Cholesterinsenker Lipobay ist auf 7400 gestiegen. Zudem habe sich die Zahl der bereits geschlossenen Vergleiche auf rund 400 verdoppelt, sagte eine Bayer-Sprecherin am Mittwoch.

Reuters LEVERKUSEN. Mitte November hatte Konzernchef Werner Wenning noch von rund 5700 eingegangenen Klagen und 190 Vergleichen gesprochen, die ohne Anerkennung einer Rechtspflicht geschlossen worden seien. Bereits damals war mit einem weiteren Anstieg der Klagen gerechnet worden. Bayer sehe nach wie vor keine Notwendigkeit, Rückstellungen zu bilden, betonte die Sprecherin am Mittwoch. Der Konzern ist früheren Angaben zufolge gegen Produkthaftungsrisiken in industrieüblicher Höhe versichert. "Fast alle Klagen wurden in den USA eingereicht." Darunter seien auch Sammelklagen.

Bayer hatte den Cholesterinsenker Lipobay 2001 vom Markt genommen, weil er im Verdacht steht, als Nebenwirkung Muskelschwäche mit tödlichem Ausgang verursachen zu können. Insgesamt werden 100 Todesfälle mit Lipobay in Zusammenhang gebracht. Die Rücknahme des umsatz- und gewinnträchtigen Medikaments hatte bei Bayer 2001 einen Gewinneinbruch mitverursacht. Bayer ist für seine angeschlagene Pharmasparte auf der Suche nach einem Partner. Der Kurs der Bayer-Aktie lag am Mittwochnachmittag mit 20.85 Euro ein halbes Prozent im Minus.

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