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22.02.2002

16:22 Uhr

Bayern-Trainer vertraut auf Rotationsprinzip

Hitzfeld hofft gegen Cottbus auf Trotzreaktion

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld vertraut wieder dem altbewährten Rotationsprinzip und hofft auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft. "Wir zeigen jetzt die Zähne und unternehmen alles, um unsere Kritiker zu enttäuschen", kündigte der 53-Jährige einen Tag vor dem Fußball-Bundesliga-Spiel des FC Bayern München gegen den abstiegsbedrohten FC Energie Cottbus resolut an.

dpa MÜNCHEN. Nachdem der Rekord- Meister zuletzt zwei Mal in der gleichen Formation spielte, will Hitzfeld die Startelf am Samstag (15.30 Uhr) gegen die Lausitzer auf "zwei, drei Positionen" verändern.

Die Begründung für die Rückkehr zur Strategie, mit der Hitzfeld die Bayern zum Gewinn der Champions League und des Weltpokals im vergangenen Jahr führte, lieferte der Coach gleich nach: "Das Gefälle wird zu groß, wenn man immer mit der gleichen Mannschaft spielt. Andere geraten dann in Trainingsrückstand." Dabei hatte er im Zwischenrundenspiel der Königsklasse bei Boavista Porto (0:0) noch der Mannschaft vertraut, die vor einer Woche die schwarze Auswärtsserie des FC Bayern von fünf Niederlagen in Folge beim SC Freiburg beendete.

"In solchen Fällen ist das vielleicht wichtig", hatte Nationaltorwart Oliver Kahn das Aussetzen der Rotation nach dem Punktgewinn in Porto noch kommentiert. Und auch Präsident Franz Beckenbauer hatte die neue Strategie getreu dem Motto "Never change a winning team" für durchaus praktikabel befunden und gesagt: "Wir stehen jetzt erst am Beginn der Rückrunde, die Spieler haben noch Kraft. Da kannst Du schon ein paar Mal so spielen."

Dennoch will Hitzfeld gegen die Lausitzer eine andere Mannschaft präsentieren. Möglich, dass der Coach einen Tausch im Sturm vornimmt, den zuletzt Roque Santa Cruz und der elffache Saison-Torschütze Giovane Elber bildeten. Denn die Chancenverwertung bemängelte Hitzfeld besonders: "Das müssen wir verbessern." Als Alternativen stehen der ohnehin auf einen Einsatz brennende Nationalstürmer Carsten Jancker oder auch der Peruaner Claudio Pizzaro zur Verfügung.

Dabei hofft der Fußball-Lehrer auch auf ein schnelles Tor gegen die Cottbuser, die mit einem "Notkader" von nur 17 Spielern im Olympiastadion antreten werden. "Das gäbe der Mannschaft Sicherheit", hat Hitzfeld offenbar noch Schwachstellen im Nervenkostüm seiner Akteure ausgemacht. Besondere Obacht werde Energie-Spielmacher Vasile Miriuta gelten: "Er ist der Kopf der Mannschaft, den wir ausschalten müssen."

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