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16.01.2003

17:00 Uhr

Bayern und Nordrhein-Westfalen planen Strecken

Mehdorn fordert Klarheit über Transrapid-Kosten

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hat von Bayern und Nordrhein-Westfalen Klarheit über die Kosten ihrer Metrorapid-Projekte gefordert.

Reuters MÜNCHEN. "Die Qualität der Gesamtkostenschätzungen muss noch erhöht werden", sagte Mehdorn am Donnerstag vor Journalisten in München. Nordrhein-Westfalen und Bayern müssten ihre Vorbereitungen vorantreiben, um im Planfeststellungsverfahren die Kostenschätzungen für ihre Projekte zu erhärten.

Beide Länder planen Magnetschwebebahn-Strecken von Düsseldorf nach Dortmund und vom Münchener Hauptbahnhof zum Flughafen. Zusammen kosten die Strecken nach Studien rund 4,8 Milliarden Euro. Der Bund will den Metrorapid in NRW mit 1,75 Milliarden Euro und den Flughafenzubringer mit 550 Millionen Euro unterstützen. Bayern fordert, die Mittel für den Zubringer auf 767 Millionen Euro aufzustocken.

Bei der Mittelverteilung der Bundeszuschüsse werde das letzte Wort wohl erst nach Vorlage der Kostenschätzungen bei fortgeschrittener Planung gesprochen, sagte Mehdorn. Beide Projekte dürften aber nicht gegeneinander ausgespielt werden. Für den Metrorapid komme es darauf an, ob die Strecke Verkehr von der Straße auf die Schiene hole. Die parallel laufende ICE-Strecke werde sehr gut angenommen.

Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) erneuerte seine Kritik an dem Metrorapid. Der Münchner Flughafen-Zubringer verspreche anders als die Strecke in NRW Erträge zu erwirtschaften. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte Ende 2002 die erste kommerzielle Transrapid-Strecke im chinesischen Schanghai eingeweiht. Die Magnetschwebebahn wird von einem Konsortium aus ThyssenKrupp und Siemens gebaut.

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