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30.01.2002

17:23 Uhr

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Beate Uhse will doch keine Sexshops an Autobahnen

Der Erotikkonzern Beate Uhse hat sich von seinen ursprünglichen Plänen verabschiedet, Sexshops an Autobahnen zu errichten. Als Grund führte Vorstandschef Otto Christian Lindemann in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview des "Frankfurter Finance Newsletter" dafür vor allem genehmigungsrechtrechtliche Probleme an.

Reuters FLENSBURG. "Es ist nicht so ganz einfach, dort einen Laden genehmigt zu bekommen", sagte Lindemann. Nach den vor zwei Jahren bekannt gegebenen Plänen hatte Beate Uhse ähnlich dem Konzept der Schnellrestaurant-Kette McDonalds ihre Artikel auch in Autobahnraststätten anbieten wollen.

Lindemann sagte, Beate Uhse wolle sich vielmehr europaweit auf Standorte für weitere Sexshops in Innenstädten konzentrieren. "Wir planen in Deutschland, vier bis fünf Einzelhandelsgeschäfte im Jahr zu eröffnen." Die gleiche Zahl sei in Frankreich, Italien und Spanien geplant. "Das Autobahn-Thema ist sicherlich noch im Focus, aber nicht mehr ganz so stark wie es vor zwei Jahren einmal gewesen ist", sagte der Beate-Uhse-Chef.

Lindemann sagte weiter, er könne sich vorstellen, dass der Erotikkonzern keine Dividende mehr zahle und die Gewinne statt dessen vollständig für Expansionsvorhaben verwende. Auf eine entsprechende Frage des Newsletter antwortete Lindemann: "Expansion kostet immer Geld. Das muss beschafft werden. So eine Regelung ist durchaus vorstellbar." Damit bekräftigte Lindemann ähnliche Überlegungen, die das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr angestellt hatte. Damals hieß es, um einen größeren finanziellen Spielraum zu haben, könnten steuerfreie Gratisaktien statt einer Bar-Dividende ausgegeben werden.

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