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05.05.2003

14:25 Uhr

Behinderung des Wettbewerbs

EU-Bußgeld gegen Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom wird ein EU-Bußgeld im unteren zweistelligen Millionenbereich wegen angeblicher Behinderung des Wettbewerbs beim Telefonortsnetz bezahlen müssen. Das verlautete am Montag aus EU-Kreisen in Brüssel. Eine offizielle Entscheidung der EU-Kommission werde für den 28. Mai vorbereitet.

HB/dpa BRÜSSEL. Die Kommission hatte der Telekom vorgeworfen, Konkurrenten müssten höhere Gebühren für den Netzzugang zahlen als Telekom-Endkunden. Bisher seien in Deutschland nur vier Prozent der Leitungen auf der so genannten letzten Meile vom Hauptverteiler bis zum Anschluss des Kunden tatsächlich Konkurrenten der Telekom zur Verfügung gestellt worden, hieß es. Der Wettbewerb komme deshalb in dieser Sparte nicht in Schwung.

Die EU-Kommission hatte vor einem Jahr ein förmliches Kartellverfahren gegen die Telekom eröffnet. Solche Verfahren können sich auch gegen ein einzelnes Unternehmen richten, wenn dieses möglicherweise seine Marktmacht zum Schaden von Verbrauchern und Marktbeteiligten missbraucht. Die Kommission kann Bußgelder von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes verhängen - dieser Rahmen ist aber bisher bei weitem noch nicht ausgeschöpft worden.

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