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05.01.2001

14:29 Uhr

Behörde soll Entscheidung zunächst außer Kraft setzen

Telia legt Beschwerde ein gegen UMTS-Vergabe in Schweden

Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Telia geht auf Konfrontationskurs, aber die Regulierungsbehörde ficht das nicht an. Sie rät den bei der Lizenzvergabe erfolgreichen vier Konsortien, die Netze auszubauen.

Reuters STOCKHOLM. Die bei der kürzlich beendenten schwedischen UMTS-Auktion leer ausgegangene Telekom-Gesellschaft Telia hat eine Beschwerde gegen die Entscheidung der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation PTS angekündigt. "Telia will, dass das Gericht die Entscheidung der Behörde auf Eis legt, bis es sich mit der Beschwerde beschäftigt, die am Montag eingehen wird", sagte ein Firmensprecher der staatlichen schwedischen Gesellschaft am Freitag in Stockholm. PTS-Sprecher Olof Bjuro forderte die bei der Auktion erfolgreichen Unternehmen unterdessen auf, ihre Vorbereitungen nicht zu stoppen. "Der Ablauf wird nicht eingefroren. Die Unternehmen, die Lizenzen bekommen haben, können damit fortfahren, Netzwerke aufzubauen und Dienste anzubieten", sagte Bjuro weiter.

Staatsunternehmen in Schweden ohne Fortune

Die erfolglose Bewerbung von Telia für eine der zu vergebenen Mobilfunklizenzen war Analysten zufolge überraschend gewesen. Den Zuschlag für die Lizenzen hatten Mitte Dezember vier andere Konsortien bekommen, unter anderem die von der britischen Vodafone kontrollierte Europolitan und die France-Telecom-Tochter Orange. Die Regulierungsbehörde hatte die Ablehnung mit Mängeln in der Bewerbung von Telia begründet, die unter anderem die geographische Abdeckung betrafen. Auch die Deutsche Telekom war leer ausgegangen, hatte jedoch eigenen Angaben zufolge bislang keine Veranlassung vor Gericht zu gehen.

Der neue Mobilfunkstandard UMTS soll eine schnellere Datenübertragung über Handys ermöglichen und Mobilfunkgeräte multimedial einsetzbar machen.

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