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24.01.2003

17:19 Uhr

Bei Absage: Autobauer will sich "Schritte überlegen"

Porsche will ohne Quartalsberichte in Prime Standard

Zwischen der Deutschen Börse und dem Sportwagenbauer Porsche bahnt sich erneut Streit an. Das Unternehmen will den Sprung in das obere Segment der Börse auch ohne Abgabe von Quartalsberichten durchsetzen.

Reuters STUTTGART. "Wir haben einen Antrag auf Aufnahme in den Prime Standard gestellt", sagte Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Freitag auf der Hauptversammlung in Stuttgart. "Wenn jemand als Prime Standard gelten kann, dann doch Porsche." Zuvor hatte er die Weigerung bekräftigt, alle drei Monate einen Zwischenbericht abzugeben. Porsche war im vergangenen Jahr deswegen aus dem Nebenwerteindex MDax ausgeschlossen worden. "Wir werden bei allem, was wir zu publizieren haben, in erster Linie das Wohl der Aktionäre im Auge haben und nicht das Diktat eines willkürlich festgesetzten Zeitraums", sagte er.

Im Falle einer Absage durch die Deutsche Börse AG werde Porsche prüfen, ob das Unternehmen dagegen vorgehen könne, deutete Wiedeking an. Ein Sprecher erklärte, es müsse sich nicht unbedingt um rechtliche Schritte handeln. Die Regeln für den Prime Standard stünden nach Ansicht von Juristen möglicherweise "auf tönernen Füßen", sagte Wiedeking vor den Aktionären. Eine Sprecherin der Börse wies die Kritik zurück. "Wir halten diese Debatte für nicht zielführend", sagte sie. Die Regeln hätten im neuen Börsengesetz eine klare rechtliche Grundlage.

Das im vergangenen Jahr erwogene Listing der Aktie an der New Yorker Börse ist für Porsche dagegen endgültig vom Tisch. "Das wäre ein immenser Zusatzaufwand", begründete Wiedeking erneut den Verzicht.

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