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14.02.2001

09:08 Uhr

afp SAN SALVADOR. Bei dem neuen Erdbeben in El Salvador sind weit mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst angenommen. Bis Dienstagabend (Ortszeit) wurden nach Angaben des nationalen Krisenstabes bereits 237 Leichen geborgen. 1 700 Menschen seien verletzt worden. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steige, sagte ein Sprecher der Regierung. Einem Fernsehbericht zufolge wurden mindestens 15 Kinder und ihre Lehrerin in einer Schule verschüttet und getötet. Zwischen 15 und 20 Jungen und Mädchen hätten das Schulhaus in der Ortschaft Candelaria nicht schnell genung verlassen können. 25 weitere Schüler seien schwer verletzt mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Candelaria liegt rund 40 Kilometer östlich der Hauptstadt San Salvador.

Am Mittwoch werde sich die Zahl der Opfer erhöhen

Am Dienstagabend wurden innerhalb weniger Stunden Dutzende Tote aus den Trümmern gezogen. Am Mittwoch werde sich die Zahl der Toten beständig erhöhen, sagte einer der Helfer. Nach Angaben von Präsident Francisco Flores handelte es sich nicht um ein Nachbeben zu den schweren Erdstößen vom 13. Januar, bei denen mehr als 800 Menschen getötet worden waren. Vielmehr habe es ein neues Beben gegeben, das von einer Erdverwerfung im Süden des Landes verursacht worden sei, sagte Flores. Das Beben am Dienstagmorgen (Ortszeit) dauerte nur wenige Sekunden und erreichte die Stärke 6,1 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag rund 90 Kilometer südlich von San Salvador. Der Präsident bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe zur Bewältigung der neuen Naturkatastrophe. Die meisten Hilfsmannschaften, die nach dem ersten Beben Mitte Januar gekommen waren, verließen das Land bereits wieder.

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