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20.06.2000

12:32 Uhr

Beiersdorf sieht 2000 leicht bessere EBIT-Marge

Beiersdorf erwartet Jahresüberschuss von 200 Mill. Euro

Durch Akquisitionen soll das Unternehmen auf eine breitere Basis gestellt werden.

vwd HAMBURG. Die Beiersdorf AG erwartet in diesem Jahr einen Jahresüberschuss von etwa 200 Mill. Euro. Das gelte noch vor der Restrukturierung bei den Sparten Tesa und Medical, erklärte der Vorstandsvorsitzende Rolf Kunisch während der Hauptversammlung am Dienstag in Hamburg. Der Konzern habe damit leicht die Erwartungen von einem organischen Wachstum übertroffen, die noch bei der Jahreskonferenz gemeldet wurden. Noch Mitte Mai war man von einem Jahresüberschuss von über 360 Mill. DM gegenüber 343 Mill. DM im Vorjahr ausgegangen.



Erwarteter Umsatz für das Jahr 2000 wurde nach oben korrigiert

Auch bei den Umsätzen rechnet Beiersdorf mit einer Steigerung von 6 Prozent auf 7,6 Mrd. DM. In den ersten fünf Monaten bis Mai erhöhte sich der Umsatz um 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle Sparten und Regionen hätten zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Allein in Deutschland stieg der Umsatz um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sei ein deutlicher Fortschritt, erklärte Rolf Kunisch.

Ebenfalls wird mit einer leicht verbesserten EBIT-Marge bzw. mit einer weiteren Annäherung an die Zielrendite von 10,0 % gerechnet, sagte Finanzvorstand Peter Schäfer. Für 1999 hatte der Konzern 9,3 % ausgewiesen. Während die Sparte cosmed ihre hohe Marge von 12,1 % halten werde, seien bei medical (5,2 %) und tesa (4,3 %) leichte Verbesserungen zu erwarten, sagte Schäfer.

In der Zukunft will sich Beiersdorf vor allem auf das Kerngeschäft für den Endverbraucher konzentrieren. Dazu gehören Pflaster, Bandagen und Kosmetik-Marken, wie 8x4, Labello, Atrix und Nivea.

Neue Übernahmephantasien

Auch Übernahmenphantasien gab Kunisch neue Nahrung. Wie er ausführte, "wäre es gut, wenn sich Beiersdorf durch Akquisitionen auf eine breitere Basis stellen könnte". Namen wollte er aber nicht nennen. Es liege auf der Hand, dass eine ausgewogene Vorwärtsstrategie für das weitere Wachstum des Konzerns wichtig sei. Hierzu sei ein "erheblicher Handlungsspielraum" erforderlich. Diesem Zweck dienten die vorsorglichen Kapitalmaßnahmen, denen die HV zustimmen soll.

Gespräche mit Smith & Nephew verlaufen positiv

Die Gespräche der Beiersdorf AG, Hamburg, über eine Zusammenarbeit der Sparte medical mit der britischen Smith & Nephew plc auf dem Gebiet des Professionalgeschäfts kommen offenbar zügig voran. Die Verhandlungen seien inzwischen so weit gediehen, dass die Aussagen zu dieser Transaktion aus dem Quartalsbericht positiv bestätigt werden könne, sagte Vorstandsvorsitzender Rolf Kunisch am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hamburg. Dort hatte es geheißen, dass die Zusammenarbeit die Gründung eines Joint Venture und den Austausch kleinerer Geschäftsinhalte umfassen könnte.



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