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22.03.2003

12:40 Uhr

Beihilfe zur Steuerhinterziehung

Commerzbank zahlt Rekordstrafe

Die jahrelangen Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen insgesamt 30 Mitarbeiter der Commerzbank wegen Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung sind rechtskräftig abgeschlossen. Das bestätigte der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Job Tilmann, am Samstag der dpa.

HB/dpa HAMBURG. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" muss das Kreditinstitut die Rekordsumme von rund 31,2 Mill. ? an das Finanzamt zahlen. Tilmann konnte diesen Betrag nicht bestätigen. Auch zu Einzelheiten des Verfahrensabschlusses machte er keine Angaben.

Die Angestellten der Bank sollen laut "Spiegel" den Kunden dabei geholfen haben, Geld nach Luxemburg und in die Schweiz zu verschieben, um die Zinsabschlagsteuer zu sparen. Die Höhe der Strafe berechnete die Staatsanwaltschaft nach Angaben des Nachrichtenmagazins aus Gewinnen der Bank, die diese durch anonymisierte Transfers erwirtschaftet haben soll. Zudem soll der für den Privatkundenbereich zuständige ehemalige Vorstand, Dietrich-Kurt Frowein, eine Geldstrafe von rund 775 000 ? erhalten haben. Gegen die übrigen 29 Beschuldigten sei das Verfahren nach Zahlung einer Geldauflage in Höhe von insgesamt rund 2,3 Mill. ? eingestellt worden, wie ein Sprecher der Bank dem "Spiegel" bestätigte.

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