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17.01.2002

15:57 Uhr

Belastung unter Nachweisgrenze

Fischmehl frei von verbotenem Antibiotikum

Das in Cuxhaven sichergestellte Fischmehl, das aus mit Antibiotika belasteten Shrimps produziert wurde, enthält das verbotene Tierarzneimittel Cloramphenicol allenfalls in Mengen unterhalb der Nachweisgrenze.

ap HANNOVER. Die Ergebnisse der ersten Untersuchungen auf das verbotene Antibiotikum seien allesamt negativ, teilte das Landwirtschaftsministeriums in Hannover am Donnerstag mit.

Untersucht wurden den Angaben zufolge bislang lediglich Proben der 170 Tonnen belasteten Fischmehls, die noch in der Fabrik in Cuxhaven lagern. Dort waren 27 Tonnen mit Cloramphenicol belasteter Shrimps zu Bestandteilen von insgesamt 1.140 Tonnen Fischmehl verarbeitet worden. Der Großteil wurde bereits in sieben europäische Länder verkauft, unter anderem an mehrere deutsche Hersteller von Heimtier- und Nutztierfutter.

Die mit dem Fischmehl produzierten Futtermischungen und auch die in Cuxhaven hergestellten Fischöle würden noch untersucht, teilte das Ministerium weiter mit. Auch wenn kein Cloramphenicol nachgewiesen werden könne, blieben das aus den Shrimps produzierte Fischmehl, die Futtermischungen und möglicherweise auch damit gefütterte Tiere beschlagnahmt. Über das weitere Vorgehen könne Niedersachsen nicht allein entscheiden. Hier dedürfe es dringend einer einheitlichen europäischen Regelung.

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