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17.03.2003

17:17 Uhr

Benzinpreise gefallen - Opec-Öl teuer

Unsicherheit an Ölmärkten

Die Unsicherheit vor einem möglichen Irak-Krieg hält auch die internationalen Ölmärkte weiter unter Spannung. Zwar könnten nach Meinung amerikanischer Ölexperten rasche Irak-Kriegserfolge den Ölpreis deutlich drücken. Dagegen würde ein längerer militärischer Konflikt nach ihrer Ansicht zu massiven Ölpreiserhöhungen auf über 50 Dollar je Barrel (159 Liter) führen.

HB/dpa WIEN/HAMBURG. Während die Ölpreise auf den wichtigsten Märkten am Montag stiegen, gaben die Benzinpreise in Deutschland zu Wochenbeginn nach. Ein Liter Normalbenzin koste im bundesweiten Durchschnitt rund 1,10 ?, sagte ein Shell-Sprecher am Montag in Hamburg. Er liegt damit vier Cent unter dem Rekordhoch von Mitte Februar.

Der Sprecher begründete den Rückgang damit, dass zum Ende vergangener Woche im Markt offensichtlich noch auf eine Wende zum Besseren im Irak-Konflikt gesetzt wurde. Zwar seien Befürchtungen um einen Irak-Krieg an den internationalen Märkten in die Notierungen eingerechnet, dennoch gebe es viel Verunsicherung im Markt, was dann am Ende auch in den Preisschwankungen der Kraftstoffe zum Ausdruck komme.

Am New Yorker Warenterminmarkt Nymex stieg Rohöl zur April- Auslieferung im Laufe des Vormittags (Ortszeit) wieder um 57 Cent auf 35,95 Dollar je Barrel an. Rohöl der Sorte Brent kostete in London 30,50 Dollar je Barrel. Der Handel an der International Petroleum Exchange IPE in London musste zeitweise unterbrochen werden, nachdem Gegner eines Irak-Krieges in das Gebäude eingedrungen waren.

Öl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat in der vergangenen Woche einen neuen Hochstand erreicht hat. Das Barrel kostete durchschnittlich 32,72 Dollar gegenüber 32,24 Dollar in der Vorwoche, teilte das Opec-Sekretariat in Wien mit. Im Februar hatten für diese Menge im Schnitt 31,54 Dollar, im vergangenen Jahr 24,36 Dollar gezahlt werden müssen. Das Kartell strebt einen Richtpreis zwischen 22 und 28 Dollar an. Die Opec-Erdölminister hatten sich in der letzten Woche bei einem Treffen in der österreichischen Hauptstadt trotz des deutlich höheren Barrel-Preises nicht zu einer Ausweitung der Produktion entschließen können.

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