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09.06.2000

11:53 Uhr

Benzinpreise

Kartellamt nimmt auch freie Tankstellen unter die Lupe

Das Bundeskartellamt wird im Benzinstreit nun auch die Preispolitik der freien Tankstellenbetreiber prüfen.

dpa BONN. Mit den jüngsten Preisanhebungen der freien Tankstellen habe sich eine neue Sachlage ergeben, die bei dem Verfahren gegen die großen Ölkonzerne zu berücksichtigen sei, sagte Kartellamtssprecher Stefan Siebert. Die freien Tankestellen hätten nun bis kommende Woche Zeit für ihre Stellungnahme, erläuterte der Sprecher. Damit verschiebe sich auch eine Entscheidung des Kartellamts gegen die bereits abgemahnten Ölkonzerne Aral, Esso, BP, Shell und DEA.

Diese Unternehmen werden vom Kartellamt verdächtigt, von freien Tankstellen im Großhandel einen zu hohen Spritpreis zu verlangen und damit den freien Wettbewerb zu behindern. Die freien Tankstellen hatten sich beklagt, sie müssten im Großhandel mehr bezahlen als Autofahrer an den konzerneigenen Zapfsäulen.

Die erbetenen Stellungnahmen der fünf Konzerne seien inzwischen beim Kartellamt eingetroffen, sagte Siebert. Die nun noch erwarteten Stellungnahmen von den Verbänden der freien Tankstellen könnten auf eine Entscheidung der Wettbewerbaufsichtsbehörde noch Auswirkungen haben.

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