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16.01.2001

12:09 Uhr

Beratungsbedarf steigend

Börsenschwäche bedroht das Geschäft der Online-Banken

Die gegenwärtige Börsenschwäche führe zu einem steigenden Beratungsbedarf und damit für die Online-Banken zu mehr Konkurrenz durch die traditionellen Institute, so die Unternehmensberatung Mummert+Partner.

Reuters HAMBURG. Online-Banken müssen nach Einschätzung der Unternehmensberatung Mummert+Partner ihren Kunden künftig mehr Beratung bieten. Die gegenwärtige Börsenschwäche führe zu einem steigenden Beratungsbedarf und damit für die Online-Banken zu mehr Konkurrenz durch die traditionellen Institute, teilte die auf Internet-Fragen spezialisierte Unternehmensberatung am Dienstag in Hamburg mit. Nur mit mehr Beratung könnten die Online-Broker in den kommenden Jahren an dem Milliarden-Geschäft teilhaben, hieß es. Nach Schätzung der britischen Marktforscher von Datamonitor würden Deutsche bis 2004 rund 500 Milliarden DM in Aktien investieren.

Mit zwei Millionen Kunden ist Deutschland Mummert+Partner zufolge bereits jetzt der größte Markt für Online-Brokerage in Europa. Im Jahr 2010 werde die Zahl der Online-Depots in Deutschland auf zwölf Millionen ansteigen, hieß es. Bisher würden die Deutschen allerdings weniger in Aktien als ihre europäischen Nachbarn investieren. Mit durchschnittlich 3000 Euro hätten sie 1999 hinter den Engländern (6800 Euro) und den Niederländern (8800) gelegen.

Neue Art von Neukunden

In der härter werdenden Konkurrenz mit den traditionellen Banken müssten sich die Online-Banken auf eine neue Art von Neukunden einstellen, heißt es in der Studie weiter. Künftig würden auch Anleger online Aktien kaufen wollen, die einen hohen Beratungsbedarf hätten. Diesen müsse im Internet eine personalisierte Anlageberatung und Fachwissen zur Verfügung gestellt werden.

Die Comdirect Bank hatte am Dienstag Eckdaten für das Jahr 2000 vorgelegt, die Experten zufolge schlechter als erwartet ausfielen. Die Tochter der Commerzbank ist eine der drei führenden Online-Banken Deutschlands.

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