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01.02.2001

09:18 Uhr

vwdFRANKFURT/MAIN. Die Deutsche Bank spaltet sich in zwei Unternehmen auf. Wie Konzernchef Rolf Breuer am Donnerstag in Frankfurt am Main ankündigte, sollen künftig die Sparten für Geschäftskunden und Investmentbanking unter einem Dach getrennt vom Privatkundengeschäft arbeiten. Ab dem Jahr 2003 sollten mit der neuen Struktur rund 1,5 Milliarden Euro (gut 2,9 Milliarden Mark) an Kosten eingespart werden. Beiden Sparten werde die Aufspaltung einen Wachstumsschub bringen, betonte Breuer. Im Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung rechne er mit einem Gewinnzuwachs um mehr als 30 Prozent in den nächsten drei Jahren.

Breuer: Neue Struktur schafft Ertragspotenziale

Die neue Konzernstruktur der Deutschen Bank schafft nach den Worten von Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum und die Nutzung zusätzlicher Ertragspotenziale. In der Pressekonferenz am Donnerstag sagte Breuer dazu. "Wir haben in den vergangenen Jahren unser Kapitalgeschäft nachhaltig und anerkanntermaßen erfolgreich aufgebaut und die Erträge erheblich steigern können. Mit der neuen Struktur werden wir einen entsprechenden Wachstumsschub auch im Privatkundengeschäft und Asset Management erreichen".

Ziel ist es, so Breuer dazu konkret, den Gewinn in diesem Bereich in den nächsten drei Jahren jeweils um mehr als 30 % zu steigern. Insgesamt soll bis 2003 der Gewinn je Aktie um mehr als 15 % pro Jahr erhöht werden. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern soll nach den Worten von Breuer im Durchschnitt der nächsten Jahre jeweils über 15 % liegen. Die neue Struktur werde hierzu wesentliche Voraussetzungen schaffen. Die durch sie erzielbaren Wachstumseffekte und Kosteneinsparungen bezifferte Breuer auf rund 1,5 Mrd Euro pro Jahr, die ab 2003 voll ergebniswirksam werden sollen.

Wie Breuer erläuterte, soll der Kern der zum 1. Februar 2001 eingeführten neuen Struktur die Konzentration auf zwei kundenorientierte Gruppen mit je drei Geschäftsbereichen unter dem Dach des Konzernvorstandes sein: In der Gruppe "Corpoarte and Investment Bank" (CIB) werden alle Aktivitäten in den Feldern "Sales and Trading", "Corporate Finance" sowie "Transaction Banking" integriert. Diese Gruppe betreut Unternehmen und Institutionen vom Mittelstqand bis zum mulitnationalen Konzern.

In der Gruppe "Private Clients and Asset Management" (PCAM) werden die Geschäftsfelder "Personal Banking" (einschließlich DB 24 Europa sowie e-Brokerage Aktivitäten), "Private Banking" und "Asset Management" gebündelt und erhöht.

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