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09.06.2000

19:32 Uhr

vwd BRÜSSEL. Die Kommission der Europäischen Union (EU) wird wahrscheinlich am kommenden Dienstag vorschlagen, die Rechnungslegung nach IAS ("International Accounting Standards") für alle börsennotierten Unternehmen der EU verbindlich vorzuschreiben. Wie es am Freitag aus EU-Kreisen hieß, soll der Kommissions-Vorschlag den EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit einräumen, die IAS-Regeln auch für nicht börsennotierte Unternehmen vorzuschreiben. Beobachtern zufolge würde eine EU-weit einheitlich verbindlich geregelte Rechnungslegung die Transparenz und Vergleichbarkeit der Bilanzen erhöhen und zudem für EU-Unternehmen den Zugang zu internationalem Kapital verbessern.

Gegenwärtig bilanzieren die europäischen Unternehmen entweder nach nationalen Regeln zur Rechnungslegung oder, wenn sie auch in den USA gelistet sind, nach den US-Standards. Den EU-Kreisen zufolge erhofft sich die Kommission von der Einführung verbindlicher Regeln zur Rechnungslegung eine größere Effizienz an den Kapitalmärkten. Experten weisen allerdings darauf hin, dass mit einer Umstellung auf neue Bilanzierungs-Richtlinien erhebliche Kosten für die Unternehmen verbunden seien. Beobachter glauben, dass die neuen Richtlinien nicht vor dem Jahr 2005 in Kraft treten werden, um den Unternehmen genügend Zeit für die Umstellung ihrer Rechnungslegung zu geben.

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