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12.02.2001

10:30 Uhr

Bertelsmann will die Plattform zu einem Musikvertriebsweg der Zukunft ausbauen

Hintergrund: Napster dient als "Schwarzes Brett" für den Musiktausch im Internet

dpa HAMBURG. Mehr als 40 Millionen Menschen nutzen weltweit die Software des amerikanischen Unternehmens Napster. Wurzel der vor einem Jahr begonnenen Erfolgs-Story ist die sehr einfache Idee des damals 19-jährigen Gründers Shawn Fanning: Seine kostenlose Software ermöglicht allen Internetnutzern den Zugriff auf Dateien, die auf den PCs anderer Nutzer liegen. Bisher vor allem für den Austausch von Musikdateien genutzt, sehen Experten in diesem "File Sharing" (Dateiaustausch) inzwischen ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell für den Handel mit Bildern, Musik, Videos oder digitalen Büchern im Netz.

Napster fungiert bei dem Austausch als Vermittler. Ein riesiges Inhaltsverzeichnis auf einem Napster-Server listet die Musikstücke und den Computer im Internet auf, wo das Stück gespeichert ist. Die Stücke tauchen nur dann im Inhaltsverzeichnis auf, wenn ein Mitglied die Dateien freigegeben hat. Der Austausch der Dateien erfolgt direkt zwischen den Nutzern, nicht über einen Computer von Napster. Ein Erfolgsrezept liegt auch im "Geben und Nehmen": Nur wer etwas freigibt, darf etwas herunterladen.

Da die meisten der ausgetauschten Musikstücke durch Urheberrechte geschützt sind, hat die Musikindustrie Napster mit Klagen überzogen. Im Oktober vergangenen Jahres kündigte dann der bis dahin erbitterte Napster-Gegner Bertelsmann überraschend eine strategische Allianz mit dem Unternehmen an. Der Medienkonzern aus Gütersloh will die Plattform zu einem Musikvertriebsweg der Zukunft ausbauen.

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