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08.02.2002

15:52 Uhr

Berufungsurteil des OLG Köln

Jauch unterliegt im Streit um Netz-Adressen

Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Köln können Prominente im Online-Bereich keinen besonderen Namensschutz für sich reklamieren.

dpa KÖLN. RTL-Moderator Günther Jauch (45) hat keinen Anspruch auf den Schutz seiner Namensrechte bei der Registrierung von ähnlich lautenden Internetadressen. Dies geht aus einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln hervor. Zwei Internet-Dienstleister hatten mehrere Online-Adressen mit leicht abgeänderter Schreibweise von Jauchs Vornamen (ohne «h») freigeschaltet. Dies war zunächst vom Landgericht Köln durch einstweilige Verfügungen untersagt worden. Jauch fürchtete, sein guter Name werde für Geschäftemacherei missbraucht. Nach Ansicht des OLG können Prominente jedoch im Online-Bereich nicht generell einen besonderen Namensschutz für sich reklamieren (Az.: 15 U 108 und 109/01).

Die Internet-Dienstleister Free-City und Kontent hatten die Domains (Internet-Adressen) «guenter-jauch.de», «guenter-jauch.com», «guenter-jauch.net» und «guenter-jauch.org» ins Netz gestellt. Gegen die Entscheidung des Kölner Landgerichts vom Mai 2001, das eine «Verwechslungsgefahr mit der weithin bekannten und berühmten Persönlichkeit» gesehen hatte, waren die Firmen in Berufung gegangen. Das OLG gab ihnen Recht. Jauch habe nicht geltend machen können, dass die Unternehmen «unbefugt von seinem Namensrecht Gebrauch gemacht haben oder ein solcher Gebrauch droht», hieß es zur Urteilsbegründung. Die Internet-Dienstleister hätten die Online- Adressen lediglich registriert und verwaltet.

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