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10.02.2004

10:47 Uhr

Beschwerde beim Internationalen Eishockey-Verband verpufft

Eishockey-Fans sauer: Keine Karten für WM

Der Ticketverkauf für die Weltmeisterschaften in Tschechien gestaltet sich chaotisch. Deutsche Fans müssen sich mit dem Gedanken anfreunden, dass sie in die Röhre sehen - obwohl ihre Kartenbestellung schriftlich bestätigt wurde und Anreise und Hotel gebucht sind.

klapp BERLIN. Jetzt wollen einige Fans sogar vor Gericht gehen. Schließlich hatten sie eine schriftliche Bestätigung ihrer Kartenbestellung erhalten, Urlaub genommen und ihre Reisen zur Eishockey-Weltmeisterschaft in Tschechien (24. April bis 9. Mai) gebucht. Mit Zugfahrt und Hotelreservierung. Ihre Eintrittskarten haben sie dann aber nicht bekommen. Warum, kann keiner so genau erklären. "Auf jeden Fall sind unsere Fans an der Nase herumgeführt worden", sagt Franz Reindl, der Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Der Verband hatte sich im vergangenen Jahr 3 000 Karten von den Tschechen zusichern lassen, die von den Fans dann reserviert worden waren. Doch im Dezember vergab der tschechische Verband den kompletten Kartenverkauf plötzlich an den Betreiber der neuen Arena in Prag, die Firma Sazka.

Die Tickets sollten in drei Phasen vergeben werden. Erst im Internet, dann in Sazka-Ticketshops vor Ort und per Telefon, zudem sollen Restkontingente noch ab dem 15. März zu kaufen sein. "Ich bezweifle, dass überhaupt noch Karten in den Handel gelangen", sagt Carlos Vogel vom DEB. Bei ihm sind einige Hundert Beschwerden von Fans eingegangen, die keine Karten bekommen haben. Die Tickets wurden nicht wie angekündigt angeboten.

An wen Sazka die Karten - wohl in größeren Paketen - abgegeben hat, ist unklar. "Die Tschechen haben uns gesagt, dass es ihnen egal ist, wer die Karten kauft", sagt Sportdirektor Reindl, der sich bei den Gastgebern und dem Internationalen Eishockey-Verband beschwert hat. Ohne Chancen auf Erfolg. Die Veranstalter erwarten für die WM einen neuen Zuschauerrekord.

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