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02.05.2003

17:50 Uhr

Beste Bewertung vor Salzburg

Vancouver für Winterspiele 2010 gut gerüstet

Die kanadische Hafenstadt Vancouver bietet nach Einschätzung der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die besten technischen Voraussetzungen, um 2010 die Olympischen Winterspiele ausrichten zu können.

HB/dpa LAUSANNE. In dem am Freitag in Lausanne veröffentlichten Bericht liegt Salzburg nahezu auf gleicher Höhe vor dem dritten Bewerber Pyoengchang aus Südkorea. Das IOC vergibt die Winterspiele am 2. Juli in Prag. In dem 78-seitigen Bericht bescheinigt die Prüfungskommission allen drei Kandidaten, "sehr gute Winterspiele und Paralympics organisieren" zu können, und bekundet, kein Ranking aufgestellt zu haben. Dennoch werden in der Bewertung Unterschiede deutlich. In der Zusammenfassung bescheinigen die IOC-Prüfer unter Leitung des Norwegers Gerhard Heiberg Vancouver ein Konzept, "das sehr gute Bedingungen für die Sportler aufweist". Es erlaube den Athleten "den Aufenthalt in einem Olympischen Dorf mit begrenzter Anreise zu hervorragenden Sportanlagen".

Wie bei Salzburg hat die Kommission auch bei Vancouver keine Sicherheitsbedenken: "Es sind keine besonderen Risiken zu erwarten." Im Gegensatz dazu heißt es zu Pyoengchang, dass die gegenwärtige Situation auf der koreanischen Halbinsel Anlass zur "Besorgnis" gibt. Die Einschränkung bei der kanadischen Bewerbung liegt in der relativ geringen Zustimmung der Bevölkerung. Sie wird mit lediglich 58 % angegeben und liegt damit deutlich hinter Pyoengchang (85) und Salzburg (76). Die Zahl der Olympia-Gegner ist in der kanadischen Stadt mit 25 % hoch.

Bei Salzburg wird als Vorzug die große Zahl von hervorragenden Sportanlagen und die organisatorische Erfahrung mit Wintersport- Veranstaltungen genannt. Dazu kommt die Umweltfreundlichkeit der Pläne. Dabei wird ausdrücklich erwähnt, dass unter Einbeziehung der Bob- und Rodelbahn im bayerischen Königssee für Bob, Rodeln und Skeleton keine neue Eispiste gebaut werden müsste. Zudem biete Salzburg eine "starke Verbindung zwischen Sport und Kultur".

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