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23.06.2000

11:29 Uhr

ap PEKING. Zum Abschluss ihres zweitägigen Besuchs in Peking hat sich US-Außenministerin Madeleine Albright am Freitag über die Internet-Nutzung in China informiert. Albright sprach mit Fachleuten in einem Internet-Cafe über Möglichkeiten der freien Informationsbeschaffung. China gerät wegen seines Vorgehens gegen Betreiber von regierungskritischen Web-Sites immer wieder in die Kritik. Im Mittelpunkt von Albrights Besuch in Peking standen das Verhältnis von China zu Taiwan und die Lage in der Region nach dem erfolgreichen Koreagipfel.

Beobachter werteten den Besuch der Außenministerin als Zeichen für eine Entspannung der amerikanisch-chinesischen Beziehungen. Albright beschrieb ihre Gespräche mit hochrangigen Vertretern der chinesischen Regierung in vielen Bereichen als positiv. So sei man sich etwa über Handelsfragen und Rüstungskontrollen weitgehend einig. Große Differenzen bestanden dagegen in der Frage des Verhältnisses von China zu Taiwan.

Albright forderte die Führung in Peking ausdrücklich zum politischen Dialog mit Taipeh auf. Ihre Gesprächspartner wiesen diesen Appell jedoch zurück. China betrachtet Taiwan, das sich 1949 während des Bürgerkriegs abspaltete, als abtrünnige Provinz und fordert, dass die Regierung in Taipeh zunächst die Ein-China-Politik akzeptiert, wonach Taiwan ein untrennbarer Teil Chinas ist.

Auf dem kurzfristig vereinbarten Besuchsprogramm Albrights standen Gespräche mit ihrem chinesischen Kollegen Tang Jiaxuan, mit Ministerpräsident Zhu Rongji und dessen Stellvertreter Qian Qichen sowie mit Präsident Jiang Zemin. Am Freitag flog Albright weiter nach Südkorea.



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