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03.02.2003

07:32 Uhr

Besuch von Blix und El Baradei

Irak zweifelt an Echtheit der vorgelegten Beweise

Irak hat den USA vorgeworfen, dem Uno-Sicherheitsrat gefälschte Beweise dafür vorlegen zu wollen, dass Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge.

Reuters BAGDAD. US-Außenminister Colin Powell will am Mittwoch in dem Rat belegen, dass Irak über derartige Waffen verfügt. "Das werden keine echten Beweise sein, sondern gefälschte Satelliten- und Luftaufnahmen sein", sagte am Sonntag der Leiter des für die Uno-Waffeninspektoren in Irak zuständigen Verbindungsbüros Hussam Mohammad Amin. "Wenn wir die Chance erhalten, diese Fotos anzusehen, werden wir beweisen, dass sie Lügen sind." Irak bestreitet Vorwürfe der USA und Großbritanniens, über Massenvernichtungswaffen zu verfügen.

Die Uno-Chefinspektoren Hans Blix und Mohamed El Baradei reisen nach Angaben von Uno-Vertretern wahrscheinlich in der dieser Woche erneut nach Irak. Nach irakischen Angaben ist der Besuch für Samstag geplant. Amin sagte, dabei werde es um den Bericht der beiden Chefinspektoren im Uno-Sicherheitsrat vom 27. Januar gehen. Blix und El Baradei hatten darin Irak erneut eine mangelnde Kooperation vorgeworfen.

Irak lehnte am Sonntag jegliche Vorbedingungen für die Reise Blix' und El Baradeis ab. Diese hatten in einem Schreiben Irak zu Zugeständnissen vor der Reise aufgefordert. So müsse Irak Aufklärungsflüge der Inspektoren und die vertrauliche Befragung von Wissenschaftlern zulassen.

Blix und El Baradei sollen am 14. Februar dem Uno-Sicherheitsrat erneut über ihre Ende November wieder aufgenommenen Kontrollen in Irak berichten. Der Bericht ist möglicherweise der letzte, bevor die USA über einen Angriff auf Irak entscheiden. Die USA und Großbritannien haben Irak mit Krieg gedroht, sollte das Land nicht die Abrüstungsforderungen der Uno erfüllen.

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