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13.06.2000

13:14 Uhr

Besucher werden ihrer Auffassung nach auf immer günstigere Karten warten

Breuel hält Diskussionen um Expo-Preisstruktur für schädlich

Auch nach dem schwachen Besuch der Weltausstellung will Expo-Generalkommissarin Brigit Breuel die Eitrittspreise nicht weiter senken.

ap BERLIN. Diskussionen über die Ticketstruktur halte sie für bedenklich, weil sie eine Wartehaltung bei den Leuten erzeugten, sagte Breuel am Dienstag. "Sie sagen, die werden noch weiter den Preis senken und deshalb kaufen wir jetzt kein Ticket". Vom kommenden Mittwoch an bis zum 2. Juli bietet die Expo bereits günstigere Abendtickets an.

Zu Forderungen von Politikern mehrerer Parteien nach niedrigeren Eintrittspreisen sagte Breuel: "Wenn unsere Eigentümer sagen, geht mit den Preisen runter, werden wir darüber nachdenken, aber ich habe das (...) noch nicht von denen gehört, die die Verantwortung bei uns tragen." Hauptanteilseigner sind der Bund und das Land Niedersachsen.

Im Verhältnis zu Preisen für ein Fußballspiel oder ein Musical seien die Karten nicht überteuert, betonte Breuel. Zugleich verwies sie auf die Erfahrungen der vergangenen Weltausstellungen. In Lissabon seien anfangs nur 20 000 Menschen pro Tag gekommen, und später seien es 300 000 täglich gewesen. "Die Menschen brauchen eine gewisse Anlaufzeit", sagte Breuel. Statt der erwarteten 150 000 waren auch an Pfingsten nur rund 60 000 Menschen täglich nach Hannover gekommen, um die Weltausstellung zu sehen.



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