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06.02.2001

15:02 Uhr

dpa MÜNCHEN. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS steigt beim finnischen Staatskonzern Patria ein. Mit dem finnischen Handels- und Industrieministerium habe man sich auf eine Beteiligung an der Patria Industries Oyj (Helsinki) in Höhe von 26,8 % geeinigt, teilte EADS am Dienstag in München mit. Bislang ist der Patria-Konzern, der in der Luft- und Raumfahrt, Wehrtechnik und Telekommunikation tätig ist, zu 100 % in staatlichem Eigentum und beschäftigt 2 200 Mitarbeiter. EADS und Patria wollen ihre industrielle Zusammenarbeit ausbauen und ihre Kräfte im Marketing bündeln.

Der Einstieg steht nach Brancheninformationen in Zusammenhang mit der Ausschreibung eines Hubschrauber-Großauftrags in Skandinavien. Die vier Länder Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland wollen 60 bis 80 Transport- und Marinehubschrauber im Wert von mehr als einer Milliarde Euro beschaffen.

Patria erzielte den Angaben zufolge 1999 einen Nettoumsatz von 193 Mill. Euro (377,5 Mio DM). Der EADS-Konzern rechnet für 2000 mit rund 24 Mrd. Euro Jahresumsatz. Die European Aeronautic Defence and Space Company EADS NV (Amsterdam) ist aus der Fusion der DaimlerChrysler-Tochter DASA mit der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen CASA entstanden. Mit der Beteiligung an Patra bietet sich für die EADS die Chance, die finnische Luft- und Raumfahrtindustrie in europäische Programme einzubeziehen, hieß es. Die Vereinbarung muss noch von der finnischen Regierung, den Kontrollgremien der Unternehmen sowie den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

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