Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2002

19:00 Uhr

Bewegung im US-Einzelhandel

Wechsel an der Spitze von K-Mart

Mit tief greifenden Veränderungen an der Spitze reagiert der viertgrößte US-Handelskonzern, K-Mart in Troy/Michigan, auf seine Schwierigkeiten. Wie das Unternehmen mitteilte, verlässt Mark S. Schwartz, der für das operative Geschäft zuständige Vorstand (Chief Operating Officer) den Konzern.

rv DÜSSELDORF. Er war im September 2000 zu K-Mart gewechselt. An die Spitze des Aufsichtsrats wurde James B. Adamson, früher Chef der Advantica Restaurant Group, berufen. Er gehört dem Gremium seit 1996 an und gilt als Trouble-Shooter. Charles C. Conaway, seit 2000 Chief Executive Officer, behält seine Position, gibt das Amt des Aufsichtsratschefs aber ab.

Damit bricht der Handelskonzern, dessen Aktie am Mittwochabend von der Ratingagentur Standard & Poor?s aus dem S & P-500-Index genommen wurde, sein Schweigen. Seit Wochen kursieren Gerüchte, K-Mart stecke in finanziellen Schwierigkeiten. Sogar Spekulationen, der Handelskonzern könnte sich unter Chapter 11 stellen und Konkurs anmelden, um seine tiefgreifenden Probleme zu lösen, machten die Runde. Aufgeschreckt reagierte die Öffentlichkeit als K-Mart (Umsatz: knapp 37 Mrd. $) vergangene Woche mitteilte, man habe sich mit den Banken getroffen, um Kreditverträge neu auszuhandeln. Außerdem hatte der Handelskonzern eine Gewinnwarnung herausgegeben, nachdem das Weihnachtsgeschäft schwach ausgefallen war. Grund dafür war aus Sicht von Handelsexperten, dass sich K-Mart auf einen riskanten Preiswettbewerb mit Wal-Mart und Target eingelassen hatte. 2001 büßte der Konzern Umsatz und Marktanteile ein.

Das K-Mart-Management will laut CEO Conaway nun daran gehen, die finanzielle Lage zu überarbeiten und mit den Kreditgebern weitere Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×