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07.06.2000

17:18 Uhr

Bewerbung um UMTS-Lizensen nicht über Wind

Deutsche Telekom will sich von italienischer Wind trennen

Die Deutsche Telekom will sich von ihrer 25-Prozent-Beteiligung am italienischen Mobilfunkbetreiber Wind trennen.

dpa MAILAND. Die Bewerbung der Telekom um eine der fünf italienischen UMTS-Mobilfunklizenzen werde auf jeden Fall nicht über Wind erfolgen, sagte der Konzernchef Ron Sommer am Mittwoch in Mailand.

Sommer empfahl seinen französischen und italienischen Partnern im Gemeinschaftsunternehmen Wind, "das Scheckbuch zu öffnen", statt "sich auf lange Gerichtsverfahren einzulassen". Seit die Telekom 1999 die Telecom Italia übernehmen wollte, versuchen der italienische Stromversorger ENEL und die France Télécom, den deutschen Konzern aus Wind herauszudrängen. Außerdem verlangen sie Schadenersatz für ihre Nachteile aus dem "Verrat" der Telekom.

"Die Deutsche Telekom hat gezeigt, dass sie gut im Verhandeln ist", sagte Sommer. Sie kenne den Wert von Wind und habe keine Eile. Marktexperten verweisen allerdings darauf, dass Sommer sich vor dem Herbst mit ENEL und der France Télécom einigen muss, wenn er sich ohne Wind um eine der fünf italienischen Mobilfunklizenzen bewerben will. Bis zum Jahresende will die italienische Regierung das Vergabeverfahren abschließen.

UMTS erlaubt das Senden von Bildern und Daten über Handy und gilt als die Mobilfunktechnik der Zukunft. Angesichts der Bedeutung des italienischen Mobilfunkmarktes will Sommer auf jeden Fall dabei sein. "Wir wollen eine UMTS-Lizenz in Italien", sagte Sommer. Ob die Telekom allein oder mit einem anderen italienischen Partner auftreten werde, könne er jetzt noch nicht sagen.

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