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06.08.2000

15:05 Uhr

BGA-Präsident Michael Fuchs:

"Schwacher Euro gefährdet deutsche Wirtschaft"

Der Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Michael Fuchs, sieht im stark sinkenden Euro-Kurs eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft.

Reuters BERLIN. Zum einen schade die Kursschwäche den Importeuren, weil die Einfuhren in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden seien, sagte Fuchs der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". Zum anderen könnten Exporteure - die vom niedrigen Euro-Kurs profitieren - dazu verleitet werden, sich auf ihrer verbesserten Weltmarkt-Position auszuruhen. "Angesichts der guten Geschäfte wird sich möglicherweise der eine oder andere Exporteur denken, er brauche seine Hausaufgaben nicht mehr zu machen. Dann werden Investitionen und Innovationen vernachlässigt, und man schaut nicht mehr genug auf die Kosten."

Die Entwicklung der Devisenkurse könne sich auch schnell wieder umdrehen, sagte Fuchs weiter. Klar sei, dass der Dollar überbewertet sei. Die Exporteure müssten aus eigener Kraft in der Lage sein, den Export zu organisieren. "Sie dürfen sich nicht auf den schwachen Euro verlassen. Der ist eine süße Droge und die macht abhängig."



Euro-Kurs stark gesunken



Der Kurs des Euro war in jüngster Zeit stark gesunken. Am Freitag war die europäische Gemeinschaftswährung trotz Unterstützung durch schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktzahlen an der Marke von 0,91 $ gescheitert. Frankfurter Devisenhändler äußerten für die kommende Woche unterschiedliche Erwartungen: Sowohl ein Nachgeben unter 90 Cents als auch ein Ansteigen bis auf 91,50 Cents wurde als Möglichkeit genannt.

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