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07.01.2004

06:00 Uhr

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Billig fliegen

VonThomas Knipp

Hans Eichel muss aufs Geld schauen - und mit ihm die Finanzminister der Bundesländer. Vielleicht hilft ein Blick in die USA dabei, ordentlich Geld zu sparen. Dort reisen Staatsbedienstete zu grenzenlos günstigen Konditionen.

Quelle: Handelsblatt

Hans Eichel muss aufs Geld schauen - und mit ihm die Finanzminister der Bundesländer. Um Geld zu sparen oder neue Mittel einzunehmen, ist jedes Mittel recht - ob Haushaltssperre, Reiseverbot für die Landes- oder Bundesdiener oder die zuletzt diskutierte, angeblich steuereinnahmen-erhöhende Fahndung nach Schwarzarbeitern.

Vielleicht hilft den notleidenden Kassenwarten ein Blick in die USA dabei, ordentlich Geld zu sparen. Im Land, das den Discount vermutlich erfunden hat, reisen Staatsbedienstete zu grenzenlos günstigen Konditionen. Wenn Staatsdiener in den USA ein Flugzeug besteigen, dann zahlt der Dienstherr nur 30 bis 50 % des normalen Tarifes. Dabei gilt: Keine Beschränkungen, keine Vorbuchungsfristen, volle Flexibilität. Mit einem Wort: Business-Bedingungen zu Economy-Preisen. Von diesen Bedingungen können selbst große Firmen wie GE oder IBM nur träumen.

Die amerikanischen Fluggesellschaften - gewöhnt an Rabattschlachten selbst mit Individualreisenden, geben diese hohen Nachlässe erst nach langen, hinhaltenden Verhandlungen her. Doch angesichts der riesigen Einkaufsmacht der Regierung, die im vergangenen Jahr vier Millionen Flugreisen für 920 Millionen Dollar kaufte, bleiben wenig Alternativen.

Für Bund und Länder könnte dies ein sinnstiftendes Beispiel sein. Wenn sich Eichel und die Länderfinanzminister zusammentun und koordiniert gemeinsame Blockvereinbarungen mit Fluggesellschaften und anderen Reiseanbietern abschlössen, müssten ähnlich hohe Rabatte drin sein.

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