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24.04.2003

15:08 Uhr

Billigfluglinie profitiert von Krise

Jet Blue will bis zu 115 Airbus-Maschinen kaufen

Die rasant expandierende US-Billigfluggesellschaft JetBlue Airways Corp. kauft 65 Airbus-Maschinen vom Typ A320. Die Gesellschaft hat einen entsprechenden Auftrag an Airbus vergeben, teilte sie am Donnerstag mit. Darüber hinaus hält sie eine Option über 50 weitere Maschinen dieses Typs.

HB/dpa NEW YORK. Damit könnte der Großauftrag für Airbus insgesamt 115 Flugzeuge erreichen. Die US-Wirtschaftsagentur Bloomberg bezifferte den Auftragswert bei einer Lieferung von 115 Flugzeugen auf 6,4 Milliarden Dollar (5,9 Mrd Euro).

Die neuen Maschinen sollen von 2004 bis 2010 ausgeliefert werden. Jet Blue hat bisher 41 dieser Maschinen im Einsatz. Das Unternehmen hatte zuvor schon weitere 46 A320-Maschinen fest bestellt. Mit dem jetzigen Neuauftrag für bis zu 115 Maschinen könnten bis 2012 insgesamt 202 A320-Flugzeuge bei Jet Blue im Einsatz sein, betonte die Gesellschaft.

Jet Blue-Chef David Neeleman will "durch ein kontrolliertes Wachstum mit sicheren, wirtschaftlichen und komfortablen Flugzeugen" expandieren. "Jet Blue demonstriert mit diesem Auftrag dass Airlines mit den richtigen Leuten, dem richtigen Produkt und der richtigen Kostenstruktur selbst in diesem gegenwärtig herausfordernden Umfeld wachsen können," betonte Airbus-Chef Noel Forgeard.

Jet Blue hatte erst im Februar 2000 den Dienst begonnen. Das Unternehmen fliegt auf amerikanischen Strecken und nach Puerto Rico und hat bisher mehr als zwölf Millionen Passagiere befördert. Während bei den großen amerikanische Fluggesellschaften wie American und United während der schlimmsten Krise der US-Luftfahrtgeschichte Milliardenverluste anfallen, verdienen Billigfluglinien wie Jet Blue und Southwest gut.

Jet Blue hat im ersten Quartal 2003 seinen Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt um 62,8 Prozent auf 217,1 Millionen Dollar erhöht, teilte die Gesellschaft ebenfalls am Donnerstag mit. Der Gewinn stieg auf 17,4 (Vorjahr: 13) Millionen Dollar oder 25 (23) Cent je Aktie. Das Unternehmen hat knapp 5000 Beschäftigte. Die Auslastung der Flugzeuge betrug im Januar-März-Abschnitt 98,8 Prozent.

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