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05.02.2002

13:05 Uhr

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Bintec brauchen frische Finanzmittel

Der Netzwerk BinTec Communications AG-Ausrüster braucht nach einem unerwartet hohen Verlust im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben frische Finanzmittel von außen, um sein Überleben zu sichern.

rtr NüRNBERG. Finanzchef Uwe Skrzipczyk sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Nürnberg, Vorstand und Aufsichtsrat arbeiteten mit Hochdruck daran, zusätzliches Eigen- oder Fremdkapital zu erhalten und zugleich Kosten zu sparen. Auf einen Zeitpunkt, bis wann die Mittel reichten, wollte er sich nicht festlegen. "Die Liquiditätssituation bleibt angespannt", teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen lediglich mit. Der Mittelzufluss sei weiter negativ. Zum 30. September 2001 hatte Bintec noch 2,6 Mill. ? an liquiden Mitteln. Die Bintec-Aktie brach um 14,7 % auf 1,22 ? ein.

Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen sei im vergangenen Jahr mit vier bis sechs Mill. ? erneut höher ausgefallen als noch im Oktober 2001 angenommen, hieß es. Damals hatte Bintec statt einer operativen "schwarzen Null" 1,5 bis drei Mill. ? Verlust in Aussicht gestellt. Schon 2000 hatte Bintec 12,5 Mill. ? Verlust verkraften müssen. Auch der Umsatz blieb 2001 mit 26,6 (20,7) Mill. ? hinter den bereits auf 28 bis 32 Mill. ? gekürzten Prognosen zurück. Die Konjunkturschwäche habe Bintec stärker getroffen als gedacht, hieß es zur Begründung. Vor allem die vor dem Jahresende üblicherweise erwarteten Aufträge großer Kunden seien ausgeblieben. Im vergangenen Jahr hatte Bintec gut 30 Stellen abgebaut, 27 % der Belegschaft.

Auch auf das laufende Jahr blickt Bintec skeptischer: Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (Ebita) rechnet das Unternehmen nur noch mit einer "schwarzen Null". Auf Firmenwerte müssen nach Angaben von Finanzchef Skrzipczyk rund 570 000 ? pro Jahr abgeschrieben werden. Anfang Januar hatte Skrzipczyk noch von einem Ebita von bis zu 1,9 Mill. ? gesprochen. Der Umsatz soll um mehr als 20 % auf über 32 Mill. ? wachsen.

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