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02.01.2002

00:00 Uhr

Biometrische Lösungen im Blickpunkt

Fingerabdruck und Gesichts-Erkennung

Der Wettlauf zwischen Einbrechern in Computernetzen und der Sicherheitsbranche dreht sich auf immer höheren Touren. Nachdem die Zahl der vom amerikanischen CERT-Zentrum registrierten Attacken im vergangenen Jahr auf 52.568 gestiegen ist und sich damit mehr als verdoppelt hat, verlangen Unternehmen nach mehr Sicherheit für ihre sensiblen Daten. Im Blickpunkt der Cebit stehen vor allem biometrische Verfahren, die einen berechtigten Nutzer an dessen körperlichen Eigenschaften erkennen.

WiWo/ap FRANKFURT. Im Messeschwerpunkt IT-Sicherheit zeigen 177 Unternehmen ihre Werkzeuge und Dienstleistungen für Verschlüsselung, Virenschutz und Zugangskontrolle. Zu ihnen gehört die Ultimaco Safeware AG (Halle 17, Stand F06), die Verschlüsselung, digitale Signatur und Authentisierung in eine einzige Sicherheitslösung gepackt hat: eine Smartcard mit den Daten des digitalisierten Fingerabdrucks.

Auf die Gesichtserkennung hat sich die Dresdner Cognitec AG (Halle 17, Stand C31/22) spezialisiert, die auf der Cebit ein Entwicklungswerkzeug vorstellt, mit dem eine Vielzahl von Software-Lösungen und Geräten denkbar sind. So kann überprüft werden, ob jemand zur Nutzung eines Computers berechtigt ist, es sind aber auch Geräte möglich, die sich automatisch auf die persönlichen Bedürfnisse des Benutzers einstellen. Die Gesichtserkennung findet seit den Anschlägen vom 11. September auch gesteigertes Interesse bei den Behörden - als mögliche Anwendung nennt Cognitec denn auch die Identifizierung gesuchter Personen auf Flughäfen, Bahnhöfen oder öffentlichen Plätzen.

Fälschungssichere Kreditkarten auf Grund einer Iris-Erkennung zeigt in Hannover der koreanische Anbieter Senex Technology (Halle 9, Stand D82-1). Vor einer Bezahlung mit Kreditkarte im Internet muss der Anwender bei diesem System in die Linse einer kleine Infrarotkamera schauen und sich das Irismuster digitalisieren lassen. Diese Daten - lediglich 128 Bytes - werden dann über das Internet zu einer Datenbank übertragen, wo das Muster registriert ist. Wenn die Daten übereinstimmen, kann die Transaktion abgewickelt werden.

Bei den immer ausgefeilteren Firewalls für die Absicherung eines Computernetzes nach außen will der finnische Hersteller Stonesoft (Halle 6, Stand D10) Zuverlässigkeit mit hohem Datendurchsatz verbinden. In einem Firewall-Cluster wird die Datenlast gleichmäßig auf die verschiedenen Rechner verteilt. Ob ein Unternehmen wirklich genug für die Sicherheit seines Netzes getan hat, kann mit Hilfe eines neuen Modells des Fraunhofer-Instituts (im "future parc") für Software- und Systemtechnik (ISST) überprüft werden. Dabei werden sowohl Technik als auch Organisation kritisch durchleuchtet. Auf der Cebit wird Unternehmen eine Kurzbewertung anhand des Modells angeboten.

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